Ab wann rechnet sich ein Diesel?

Die Kfz-Steuer macht Diesel-Pkw für Wenigfahrer unattraktiv
Ab wann rechnet sich ein Diesel?

Bevorzugen Sie Diesel oder Benziner, fragte der Autohändler. Was auch immer im Unterhalt das Auto günstiger macht, sagten Sie. Aber ab wann lohnt sich ein Diesel? Ab wann rechnet sich ein Diesel?

10115754216_3f456ae3de_k

Nun, hierzu ist etwas Rechnerei nötig: Bei jedem Fahrzeug weist einen Schnittpunkt auf, bei dem die Unterhaltungskosten höher als die Verbrauchskosten ausfallen, der Selbstzünder also ab einer gewissen Fahrleistung eindeutig günstiger als der Ottomotor in den Gesamtkosten ist. Stellen Sie zunächst die jeweiligen Kaufpreise der in Frage kommenden Modelle gegenüber. Nun berechnen Sie die Kfz-Steuer, die sich aus Hubraum und CO2-Ausstoß zusammensetzt. Letzteren geben die Hersteller stets an, egal, ob Benziner oder Diesel. Und wenn Sie die CO2-Emissionen ermitteln, können Sie auch gleich den durchschnittlichen Verbrauch heraussuchen. Neu zugelassene, also neue Diesel-Pkw kommen 2014 pro angefangene 100 ccm Hubraum auf 9,50 €, während Benziner pro angefangenen Zehntelliter mit 2,00 € zu Buche schlagen. Die CO2-Steuer wird unabhängig von der Motorart berechnet. Für alle Fahrzeuge, die ab dem ersten Januar 2014 zum ersten Mal zugelassen worden sind, ist ein Sockelwert von 95 g/km für den CO2-Freibetrag gültig. Jedes Gramm CO2 darüber kostet zwei 2,00 €, Abzüge für jedes ist steuerfrei, jedes Gramm unter diesem Wert gibt es indes nicht.

Wollen Sie die Kfz Steuer berechnen lassen?

Jetzt können Sie die Kfz Steuer berechnen. Ist Ihnen das zu aufwendig, können Sie online auf die Dienste von einem Kfz-Steuer Rechner zurückgreifen. Einen solchen bieten etwa das Bundesministerium der Finanzen oder das Portal autoscout24 auf ihren Websites an. Da Sie Ihre ungefähre Jahresfahrleistung kennen und eben auch den Verbrauch herausgefunden haben, können Sie unter Einbeziehung der aktuellen Spritpreise nun auch Ihre jährlichen Tankkosten kalkulieren. Setzen Sie diese ruhig zehn bis zwanzig Prozent höher an, um auf ein realistisches Resultat zu kommen: Ganz egal ob Benzin- oder Dieselmotor, ein vorwiegend im Stadtverkehr eingesetzter Wagen wird genauso mehr Sprit verbrauchen als im NEFZ kalkuliert wie ein Fahrzeug, das im Außendienst größtenteils mit deutlich mehr als Richtgeschwindigkeit über die Autobahnen getrieben wird. Da es der wesentlich günstigere Sprit ist, den Diesel Pkw für Vielfahrer attraktiv macht, werden Sie im Jahr eine ganze Menge Kilometer zurücklegen müssen, damit sich ein Diesel-Pkw rechnet.

Ab wann rechnet sich ein Diesel? Was Sie noch berücksichtigen können

Wenn Ihnen das Prozedere zu ermitteln, ab wann sich ein Diesel rechnet, wie auch die Kalkulation der Kfz-Steuer zu umständlich ist, können Sie genau wie bei der Kraftfahrzeugsteuer einen entsprechenden Online-Rechner nutzen. Ein solcher Diesel-oder-Benziner-Rechner findet sich zum Beispiel auf der Internetpräsenz des ACE. Wenn Sie noch penibler an die Berechnung „Diesel oder Benzin“ herangehen und bereits im Voraus genau wissen, wann Sie das Fahrzeug verkaufen wollen, können Sie zudem einen Restwertrechner mit einbeziehen, der Ihnen Aufschluss über den zu erwartenden Wertverlust gibt.

Bild: In den USA kostet Diesel mehr als Benzin ©flickr/Gerry Dincher