Welche Autokosten kommen auf mich zu?

Achten Sie vor allem auf die Kfz-Unterhaltskosten
Welche Autokosten kommen auf mich zu?

Mit dem Aufbringen des Kaufpreises ist es noch lange nicht getan. Jetzt dürfen Sie nämlich fleißig weiterzahlen. Manche dieser Posten sind fix, andere können variieren.

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Zu den festen Kfz-Unterhaltskosten gehören die Kfz-Steuer und auch die Autoversicherung – solange sie nicht schuldhaft an einem Unfall beteiligt sind. Danach wird ihre Prämie steigen, erlaubt ihnen aber immer noch, auf Jahresbasis zu kalkulieren. Welche Reparaturkosten Sie nach einem Crash eventuell selbst zu tragen haben, hängt von Ihren Versicherungskonditionen ab; die Höhe kann gerade bei Gebrauchtwagen jedoch einen wirtschaftlichen Totalschaden herbeiführen. Doch auch nicht kollisionsbedingte Schäden, etwa ein geplatzter Motor, können eine Autoreparatur aus finanzieller sicht nicht sinnvoll erscheinen lassen. Zu den Kfz-Unterhaltskosten gehören auch Verschleißteile wie Reifen, Federn, Stoßdämpfer, Betriebsflüssigkeiten, Leuchtmittel sowie die Fahrzeugpflege. Außerplanmäßig kann hier immer etwas passieren, grundsätzlich können Sie aber sehr genau berechnen, wann Sie neue Reifen oder einen Ölwechsel brauchen.

Wertverlust gehört auch zu den Autokosten

Der Wertverlust gehört zu den größten Autokosten. In den ersten vier, fünf Jahren schlägt er bei Neuwagen am stärksten zu und wird in der Regel unterschätzt. Damit ist diese Wertabnahme zwar keine direkte Ausgabe, auf den Wiederverkaufswert sollten Sie beim Autokauf indes schon ein wenig acht geben. Er lässt sich wie die meisten Kfz-Unterhaltskosten recht präzise feststellen, wozu der Einfachkeit halber auf einen Restwertrechner oder entsprechende Studien wie „Restwertriese“ zurückgegriffen werden sollte. Christoph Ruhland von Eurotax Schwacke hat diesbezüglich einen Hinweis parat: „Ein zehn Jahre altes Auto dagegen erleidet kaum noch einen Wertverlust, je länger ich es fahre.“ Dafür wären zumeist häufigere Reparaturen zu berappen kosten an, und auch der Kraftstoffkonsum fiele häufig höher aus. Positiver Nebeneffekt: Viele Teile lassen sich gebraucht bei einer Autoverwertung besorgen, was bei einem frisch eingeführten Neuwagen nur partiell möglich ist.

Kfz-Unterhaltskosten: Vor dem Kauf Kraftstoffkonsum vergleichen

Der Sprit erwies sich nach Angaben vom Statistischen Bundesamt zwischen 2002 und 2012 beim Auto der Preistreiber Nummer eins. Den durchschnittlichen Kraftstoff-Verbrauch geben die Autohersteller in Litern auf 100 Kilometer an – nur leider werden diese auf Weisung der EU völlig realitätsfern ermittelt. „Diese Werte sind in der Regel zu niedrig, weil sie auf Laborbedingungen beruhen“, erklärte Ruhland. „Aber weil das bei allen Herstellern so ist, lassen sie sich wenigstens miteinander vergleichen.“ Da von diesem so genannten NEFZ-Verbrauch auch direkt die zuzüglich zur Hubraumsteuer erhobene CO2-Steuer als Teil der Kfz-Steuer abhängig ist, sollten Sie also auf einen möglichst geringen Durst Wert legen, um Ihre Kfz-Unterhaltskosten weiter zu drücken. Da Diesel-Pkw – obgleich signifikant sparsamer als vergleichbar starke Benziner – eine deutlich höhere Steuerlast erleiden, profitieren Sie nur vom preisweiteren Triebstoff, wenn Sie eine gewisse Jahresfahrleistung erreichen. Auch diesen Punkt können Sie im Vorfeld genau berechnen. Kfz-Unterhaltskosten, Autokosten was kostet ein auto, Sprit, Hubraumsteuer, CO2-Steuer, Wertverlust, unterschätzt, Restwert, Schwacke, Autoverwertung, Autoreparatur, Totalschaden, Autoversicherung