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Fiat

Die Italien-AG - Der Autohersteller aus Turin hat sich eines großen Teil der inländischen Konkurrenz einfach dadurch entledigt, dass er sie aufkaufte: Lancia, Ferrari und Alfa Romeo befinden sich heute unter der Kontrolle von Fiat. Der Marke selbst hat dieses Engagement aber zeitweise geschadet.

Das Gründungsdatum 1899 weist Fiat, der Name steht für "Fabbrica Italiana Automobili Torino", als eine der ältesten Automarken der Welt aus. In den ersten Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts, als die Serienproduktion der ersten Automobile begann, waren die meisten Hersteller rein nationale Unternehmen, die ausschließlich für den heimischen Markt produzierten.

Das Unternehmen aus dem norditalienischen Turin jedoch richtete sich innerhalb kürzester Zeit international aus.

Bereits 1909 wurde die erste Fabrik in den USA gegründet, und schon 1906 fanden zwei Drittel der Gesamtproduktion Käufer im Ausland. Ein Grund hierfür mag die frühe Entwicklung einer eigenen Modellpolitik gewesen sein. Mitte der Zwanziger Jahre kam der 509 heraus, der als erster in Serie produzierte Kleinwagen der Welt gilt. Der 509 fand auch deshalb viele weniger vermögende Käufer, weil Fiat als erster Hersteller die Zahlung des Kaufpreises auf Raten anbot. Diese Entwicklung gipfelte 1936 in der ersten Generation des Fiat 500, der wie kein anderes Modell bis heute den Charakter der Marke Fiat repräsentiert. Bis 1955 wurden mehr als eine halbe Million Exemplare des 500 hergestellt.

Seit 1936 prägt der Fiat 500 den Charakter der Marke wie kein zweites Modell

Eine Welle von Neuerscheinungen brachte in den Nachkriegsjahren sowohl eine Version des 500 als Lieferwagen, als auch den Geländewagen Campagnola auf Basis des US-amerikanischen Jeep hervor. Den Status eines Klassikers erlangte der 1300. Diese Kompaktlimousine erinnerte in ihrer zeittypischen kantigen Form etwas an den Alfa Romeo Giuilia und lieferte die technische Grundlage für das Flaggschiffmodell 2100 des russischen Herstellers Lada. 1957 nahm Fiat schließlich den Kampf gegen den in der Kleinwagenklasse immer stärker werdenden VW Käfer auf und präsentierte die zweite Generation des 500. Deutlich günstiger als der Käfer, fand dieses Modell viele jüngere Käufer, die zusammen mit der rundlichen Karosserie wohl für den Spitznanmen "Knutschkugel" verantwortlich waren. 1966 schien sich dann mit dem 160 PS / bzw. 180 PS starken Sportwagencoupé Dino ein dauerhaftes Engagements Fiats im Sportwagensektor anzudeuten. Der Dino war erst der zweite echte Sportwagen der Marke in der Nachkriegszeit, nachdem der 8V Mitte der 50er Jahre nur für kurze Zeit produziert worden war. Auf Grund des finanziellen Erfolges und wohl auch wegen der starken inländischen Konkurrenz ging man einen anderen Weg: 1969 wurden die damals erfolglose Marke Lancia und Ferrari aufgekauft. Während der gesamten Siebziger Jahre setzte Fiat ganz auf Expansion und stieg durch weitere Zukäufe und Firmengründungen zum größten Autohersteller Europas auf. Um auch im Bereich der Nutzdfahrzeuge aktiv werden zu können, gründete die Fiat - Gruppe 1975 u. a. mit der deutschen Magirus-Deutz AG den Hersteller IVECO.

In den 1970er Jahren verlor Fiat allmählich den Anschluss

Eine Schattenseite dieser Expansionspolitik war eine gewisse Vernachlässigung der Hauptmarke Fiat. Während der Konkurrent VW in den Siebziger Jahren daran ging, seine zetweilige "Käferstarre" zu überwinden und mit dem Golf an alte Erfolge im Kleinwagensegment anzuknüpfen, konnte Fiat kaum neue Akzente setzen. Dem 500 folgte zwar bis Mitte der Siebziger der ebenfalls erfolgreiche 126 nach; bis zum Jahr 2000 baute der polnische Ableger Polski Fiat den optisch und technisch kaum veränderten Nachfolger in Lizenz nach. Insgesamt konnte Fiat jedoch kaum mehr höhere Anspürche seiner Kunden an Technik und Optik befriedigen. Dies galt umso mehr, als beispielsweise mit Seat und Toyota starke Konkurrenten auf den Markt für die niederen Preisklassen drängten. Während der 500 immerhin noch auf Grund einer gewissen Ausstrahlung Käufer für sich begeistern konnte, übernahm sein Nachfolger Cinquecento (der Name bedeutet gerade 500) die seit den Achtziger Jahren bei Fiat stilprägende kantige, unauffällige Optik. Die Neutentwicklungen der Neuziger Jahre wie der Tipo (seit 1988 produziert) und der Golf-Konkurrent Punto konnten nicht verhindern, dass Fiat zunehmend weniger Gewinn erwirtschaftete. Tatsächlich wäre Fiat als eigenständige Marke wohl untergegangen, wenn diese nicht den Kern einer breit aufgestellten Firmengruppe gebildet hätte. Erst die letzten Jahre haben dem Konzern eine gewisse Erholung gebracht, deren Gründe unter anderem in einem stärker pronouncierten Design liegen dürften. Mit der Neuauflage des 500, der optisch an seinen bis 1976 gebauten Ahnen der zweiten Generation erinnert, will Fiat die schwerste Krise seiner Firmengeschichte endgültig hinter sich lassen.

Die Neuauflage des Fiat 500 soll Fiat wieder auf Erfolgskurs bringen

Auch wenn die markeneigene Designabteilung heute rund 200 Mitarbeitern beschäftigt: Fiat setzt nicht nur auf die Optik. In den neuen Modellen seit den Neunziger Jahren wurden einige technische Neuentwicklungen eingeführt. Ein Beispiel aus dem Motorenbau ist das Mulitjet-Prinzip. Diese Weiterentwicklung der Common-Rail-Technologie beruht darauf, dass der Einspritzvorgang in den Zylinder in mehrere kleinere Einspritzungen aufgeteilt wird. Der Motor soll so ruhiger laufen und damit den Fahrkomfort erhöhen. Die aktuelle Modellpalette zeigt, dass Fiat sich weiterhin auf das angestammte Marktsegment konzentriert. Auch der SUV Sedici, ein Zugeständnis an den aktuellen Geschmack, ist kleiner und mit einem Basispreis von unter 20.000 Euro auch wesentlich günstiger als die deutschen Konkurrenzmodelle. Den meisten Firmenzukäufen der Fiat-Gruppe war ein dauerhafter Erfolg beschieden. Trotz der diversen Beteiligungen an italienischen Automarken, an Ferrari und hält Fiat sogar 100%, erwirtschaftet der Konzern nur 41% seines Umsatzes im Bereich Automobilherstellung. Die Nutzfahrzeughersteller IVECO und CNH (Maschinen für die Landwirtschaft) tragen ebenso viel zum Unternehmensumsatz bei. Der breiten Streuung der Geschäftsfelder steht ein recht kleines Absatzgebiet gegenüber: Trotz der historischen Verbindungen nach Amerika werden hier nur 13 % des Umsatzes gemacht. 72% des Umsatzes kommen von den europäischen Märkten, 33,5% allein aus Italien.

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