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Saab

Nur Fliegen ist schöner - Seit einem halben Jahrhundert produziert Saab nicht nur Kampfflugzeuge für die schwedische Luftwaffe, sondern auch Limousinen, Kombis und Cabrios der oberen automobilen Mittelklasse.

Saab, der Name steht für "Svenska Aeroplan Aktie Bolaget", startete Ende der Dreißiger Jahre als reines Luftfahrtunternehmen. Weil Schweden nach dem Krieg politisch neutral blieb und nicht der NATO beitrat, blieben auch internationale Kooperationen der Firma in der militärischen Luftfahrt weitgehend aus. Seine Autarkie bedeutete für Saab, dass alle Produktionsbereiche eigenständig organisiert werden mussten. Dieser technische Hintergrund machte es dem Unternehmen möglich, 1947 in das Automobilgeschäft einzusteigen. Das 92. Projekt des Unternehmens war daher kein neues Flugzeug, sondern der so genannte "Ursaab", die 92001.

Saab legte besonderen Wert darauf, den Ursprung des Unternehmens in der Flugzeugbranche auch am Design dieser Limousine zu dokumentieren. Heraus kam dabei eine Aufsehen erregende Form, die für damalige Zeiten fantastische CB-Werte lieferte.

Saab blieb auch in den folgenden Jahrzehnten eigenständig und baute langsam eine breitere Modellpalette auf. 1959 traf das Unternehmen mit der Entwicklung des ersten Kombis eine richtungweisende Entscheidung. Der Saab 95 bot bis zu sieben Personen Platz und wurde bis Ende der Sechziger Jahre weiter entwickelt. Zweisitzige Sportwagen wie der Sonett II (1966) hoben das Image der Marke dabei erkennbar von dem des schwedischen Konkurrenten Volvo ab. Mit dem 99 fand Saab 1967 dann zu der für die kommenden Jahrzehnte prägenden Formensprache: Eine Limousine mit markant geschwungener Seitenlinie und schrägem Heck, die jedoch keine "Schräghecklimousine" im eigentlichen Sinne war: Denn der Kofferraum war vom Innenraum des Wagens getrennt. Der 99 war zugleich der erste Saab der oberen Mittelklasse.

Saab brachte den ersten Turbolader auf den konventionellen Markt

Ende der Siebziger Jahre brachte Saab die in der Firmengeschichte wohl wichtigste technische Neuentwicklung heraus: Der erste Turbolader im konventionellen Automobilbau. Das Prinzip der Motoraufladung wurde seit den Sechziger Jahren zwar bereits von anderen Herstellern verwendet. Aber eine mangelnden Kontrolle des Turbinenleistung stand einer Einführung in die Mitteklasse im Weg: Durch einen zu hohen Druck im Zylinderinnenraum kommt es nämlich leicht zu unkontrollierten Entzündungen im Motorraum, was ein "Klopfen" oder "Klingeln" des Motors und eine hohen Energieverlust verursacht. Daher hatten Turbolader bis zu diesem Zeitpunkt fast nur in reinen Sportwagen wie dem Porsche 911 Verwendung gefunden. Die Entwicklungsabteilung der Firma Saab, die weiterhin Flugzeuge herstellte und damit über viel Erfahrung im Triebwerksbau verfügte, fand eine Lösung für dieses Problem: Durch ein Sicherheitsventil, das so genannte Wastegate, wird der Abgasstrom ab einer bestimmten Motorleistung an der Turbine vorbeigeleitet, wodurch sich die Verdichtung des Treibstoffs im Zylinderinnenraum kontrollieren lässt. 1977 wurde der Saab 99 Turbo auf der Frankfurter IAA vorgestellt.

In den 80er Jahren erlebte Saab eine Absatzkrise

Die Achtziger Jahren brachten wie so vielen europäischen Autoherstellern auch Saab eine große Absatzkrise. Zwar begründete das erste Cabrio der Marke, der 900, eine viele Jahre währende Erfolgsgeschichte. Aber 1989 blieb die Firma auf mehreren tausend fertig produzierten Fahrzeugen sitzen. Das kleine Unternehmen konnte sich von diesen Problemen nicht erholen und musste Anfang der Neunziger Jahre die Übernahme durch General Motors hinnehmen. Die unvermeidlichen Rationalisierungsmaßnahmen folgten, auf der technischen Seite waren dies vor allem die Verwendung von Komponenten der in Europa dominierenden GM-Tochter Opel. Zudem werden einige Modelle von Saab in Rüsselsheim bei Opel und in einem Cadillac-Werk in Ohio, USA gefertigt. Der Fortbestand der Marke und eine eigenständige Modellpolitik scheinen jedoch gesichert zu sein. Das aktuelle Aufgebot ist mit sechs Modellen nicht wesentlich kleiner als in früheren Zeiten. Die Reihe 9-3 der Mittelklasse bietet die zweite Generation des erfolgreichen Cabrios, hinzu kommen jeweils zwei viertürige Limousinen und Kombis der Mittelklasse (9-3), bzw. oberen Mitteklasse (9-5). Der SUV 9-7x, wird auf Basis einer markenunabhängigen Plattform von GM produziert.

Weiterhin punktet Saab auch auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit: Der in Deutschland fest mit dem A-Klasse-Desaster verbundene "Elch-Test" gehört im Hause Saab tatsächlich zum festen Crashtest-Programm. Denn auf den weiten, unbeleuchteten Landstraßen Schwedens passieren häufig Zusammenstöße mit diesen enorm großen Tieren. Daher nutzt Saab Elchattrappen, die aus verschiedenen Positionen mit den zu testenden Wagen zur Kollision gebracht werden. Eine solche Sorgfalt bringt aber nicht nur schwedischen Kunden vom Lande etwas. Denn Saab war 1972 der erste Hersteller, der einen Seitenaufprallschutz durch Verstärkungen aus Stahl in seine Fahrzeuge einbaute.

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