Reifen verkaufen – aber wie bestimmt sich der Preis?

Wie viel Geld können Sie für gebrauchte Reifen verlangen?
Reifen verkaufen – aber wie bestimmt sich der Preis?

Sie haben neue Winterreifen gekauft und keinen Bedarf mehr für die alten? Ihre alten Sommerreifen sind noch toll, passen aber nicht auf Ihre neuen Alufelgen? Dann können Sie ja Ihre nicht mehr benötigten Reifen verkaufen – aber wie bestimmt sich der Preis?

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Einen definitiven Preis für Ihre Pneus bestimmen Sie – ob den jemand bereit zu zahlen ist, hängt ganz von Ihrem Angebot ab. Schauen Sie in einschlägigen Online-Auktionshäusern und -Kleinanzeigen-Portalen sowie lokalen Offerten-Blättern nach, für wie viel Geld gebrachte Reifen in Ihrer Dimension gehandelt werden und richten Sie Ihren Preis danach entsprechend aus. Vergessen Sie dabei nicht, die Versandkosten und Verpackungsmaterial wie Kartons und Klebeband zu berücksichtigen – das kann bei einem Satz Reifen schon etwas umfangreicher ausfallen. Stellen Sie ferner Sicher, dass Ihre gebrauchten Reifen aus dem Kofferraum bis zum Postschalter oder zur Paketannahmestelle kommen, Sie also eventuell eine Sackkarre benötigen.

Eine Faustregel zum Reifen Verkaufen

Sind Sie trotz umfassender Recherche unschlüssig, wie Sie den Preis für Ihre Reifen bestimmen können, hilft Ihnen womöglich folgende Formel weiter. Für das erste Nutzungsjahr ziehen Sie 20 Prozent vom Neupreis ab, für jedes weitere Jahr zehn Prozent. Da Handelt es sich um wenig genutzte Winterkompletträder auf Stahlfelgen, können Sie je nach Größe der pro Felgen zehn bis 20 Euro extra erheben. Was Sie für Ihre Alufelgen fordern können, hängt in viel größerem Maße vom Zustand und der jeweiligen Rad-Mode ab; hier sind ihre gebrauchten Reifen oft eher Nebensachen. Für Aluräder mit Reifen, die der Autohersteller als Zubehör angeboten hat, können Sie etwa die Hälfte des Neupreises der Kompletträder erheben.

Gebrauchte Reifen lassen sich nicht ewig an den Mann bringen

Wie lange Sie ihre Reifen verkaufen können, hängt im Wesentlichen vom Typ ab: Winterreifen sollten höchstens sieben Jahre alt sein, Sommerreifen fünf Jahre und M+S-Reifen drei Jahre. Achten Sie zudem auf das Profil: Sind noch die bunten Produktionscodes zu sehen, um so besser, dann ist der Reifen ja quasi neu. Ist jedoch das Profil nahezu abgefahren oder unterschreitet gar die gesetzlich verordneten fünf Millimeter können Sie zwar Ihre Reifen verkaufen, jedoch nicht für den Straßenverkehr, allenfalls an Freizeit-Drifter. Mehr als fünf Euro pro Stück werden Sie allerdings kaum verlangen können. Geben Sie an, wann Ihre Reigen hergestellt wurden Wann Ihr Reifen hergestellt wurde, können Sie anhand des Kassenbelegs nicht, anhand der DOT-Nummer auf der Reifenflanke wiederum sehr genau bestimmen. Dort sind zwei Zahlen-Kolonnen aufgebracht. Die erste ignorieren Sie einfach. Die zweite verstehen Sie folgendermaßen: Die ersten beiden Zahlen stehen für die Produktionswoche, während die letzten beiden Ziffern Aufschluss über das Produktionsjahr des Reifens geben. Steht dort beispielsweise 5213, dann wurde der Reifen in der 52. Woche des Jahres 2013 hergestellt.

Bild: Reifen zu verkaufen! Reifen zu verkaufen! ©flickr/EveryCarListed P