Schön im Schnee: Alufelgen für den Winter

So bringen Sie Ihre Leichtmetallfelgen heil durch den Winter
Schön im Schnee: Alufelgen für den Winter

Winterkompletträder mit Stahlfelgen sind nicht so Ihr Geschmack? Dann lassen Sie doch Ihre Winterreifen auf Alufelgen montieren.

Joanna-Poe

Eines vorweg: Kein Rad – auch keine Leichtmetallfelgen – wird allein für den Wintereinsatz hergestellt. Die Wintertauglichkeit, mit der in erster Linie die Widerstandsfähigkeit gegen Streusalz und Steinschlag durch Splitt gemeint ist, rührt von der Güte und Schichtstärke des versiegelnden Klarlackes her. Renommierte Hersteller, die wollen, dass ihre Erzeugnisse auch noch im Frühjahr gut aussehen, verwenden hierzu einen hochwertigen Speziallack, der eigens auf Winterbelastungen ausgelegt wurde. Die Oberflächenbehandlung der Alufelgen für den Winter findet in mehreren Schritten statt: Nach der Reinigung der Aluräder wird eine Chromatschicht aufgebracht, die schon als Korrosionsschutz und vor allem als Haftoberfläche für die Pulverbeschichtung fungiert. Jene Beschichtung stellt die eigentliche Protektion vor Beschädigungen dar. Nun liegt ein Besuch im Spezialofen zur Einbrennung des elektrostatisch fixierten Pulverschicht an, gefolgt von Felgenfarbe und Klarlack, die ebenfalls Schicht für Schicht eingebrannt werden.

Die Aluräder kommen ins Salz

Zusätzlich zu den Festigkeitsprüfungen müssen die Leichtmetallfelgen gemäß DIN 50021 eine Sprühnebel-Prüfung von 240 Stunden Salzsprühtest bestehen. In diesen Testverfahren absolvieren sie im Korrosionswechseltest einen Zyklus im Korrosionsprüfgerät. Hier werden die Auswirkungen von Winter-Streusalz analysiert. Im Sinne von „geprüfter Sicherheit“ ist es in diesen Tests außerdem vorgesehen, bereits bis aufs Aluminium beschädigte Leichtmetallräder zu testen. Aus diesem Grunde erhalten die Räder vor den Testreihen ganz gezielt simulierte Bordsteintreffer und Steinschläge, die so genannte Andreaskreuz- und Kreuzgitterriefen.

Greifen Sie nicht unbedingt zu den billigsten Leichtmetallfelgen

Wenn Sie sich Alufelgen für den Winter zulegen wollen, können Sie auf Nummer sicher gehen und einfach schauen, welche Leichtmetallfelgen der Hersteller Ihres Pkw als Winterräder anbietet. Damit sind Sie beim Widerverkauf Ihres Autos auf der sicheren Seite, da originales Auto-Zubehör immer höher bewertet wird als Billig-Produkte zweifelhafter Herkunft, Qualität und Optik. Zudem sind zum Schleuderpreis verramschte genauso wie teuer im Fachhandel erstandene Aluräder vom Design her immer Geschmackssache, und diesbezüglich achten die Automobilhersteller immer darauf, möglichst mehrheitsfähige Designs zu offerieren.

Tun Sie Ihren Alufelgen für den Winter etwas Gutes!

Die Pflege von Alufelgen für den Winter ist völlig unkompliziert: Schmutz, Salz und Bremsstaub werden einfach regelmäßig abgewaschen. Widerspenstigen Verschmutzungen dürfen Sie mit dem Hochdruckreiniger der Wachsstraße zu Leibe rücken, aber geben Sie Acht, dass Sie nicht mit der Metalldüse Beschichtung der Felge aufkratzen. Richten Sie außerdem nicht den scharfen Strahl auf den Reifen, da der Pneu schwerste, von außen nicht erkennbare Schäden im Inneren nehmen und so zum Sicherheitsrisiko werden kann. Haben Sie nach dem Waschen Beschädigungen in der Beschichtung Ihrer Leichtmetallfegen festgestellt, besorgen Sie sich im Kfz Zubehör-Handel einen speziellen Lackstift und bessern diese nach nochmaliger, gründlicher Reinigung vorsichtig aus. Wenn Sie sehr an Ihren mittlerweile stark verwitterten und unansehnlich gewordenen Alufelgen hängen, können Sie diese zum Aufbereiter bringen, der sie, so dies vom Zustand möglich ist, wieder auf neu trimmt.

Bild: Unter Schnee und Salz leiden Alufelgen im Winter besonders ©flickr/Joanna Poe