Vorsicht beim RDKS: Das Reifen Wechseln wird kniffliger

Reifendruck-Sensoren dürfen beim Reifenwechsel nicht ignoriert werden
Vorsicht beim RDKS: Das Reifen Wechseln wird kniffliger

Besonders Neuwagenbesitzer sind betroffen A.T.U erklärt, was Autofahrer jetzt zum Thema Reifendrucksensoren wissen müssen und gibt Tipps, wie man die Mehrkosten in Grenzen halten kann.

ATU_RDKS_Montage

Ab 1. November dieses Jahres gehört aufgrund einer EU-Verordnung ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) für sämtliche Neufahrzeuge zur Pflichtausstattung. Viele Neuwagenbesitzer haben deswegen beim anstehenden Reifenwechsel auf Winterreifen mit Änderungen rechnen. Verfügt das Auto über RDKS-Sensoren, müssen auch die Winterreifen mit dieser Technik ausgestattet sein. Dadurch gestaltet sich der Wechsel auf Winterreifen komplizierter und auch kostspieliger. Ein Reifendruckkontrollsystem überwacht ständig den Luftdruck der Reifen und leiste damit einen maßgeblichen Beitrag, schlappe Pneus rascher zu erkennen. Für den Autofahrer bringen diese Systeme damit deutliche Vorteile mit sich: Ein ideal eingestellter Reifendruck bewirkt einen vergleichsweise geringeren Kraftstoffverbrauch und draus resultierend einen niedrigeren CO2-Ausstoß sowie eine Steigerung der Fahrstabilität. Dieser Umstand kommt sowohl der Umwelt als auch der Sicherheit im Straßenverkehr zugute.

Zweierlei Arten vom RDKS gibt es

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Systeme zur Feststellung vom Reifendruck. Ein Nischendasein führt das indirekt messende RDKS. Dieses ermittelt den Reifendruck anhand der ABS-Sensoren. Der Vorteil: Ein Reifenwechsel tut hier nichts zur Sache, Sie können jedes beliebige Komplettrad auf die Nabe schrauben. Doch neuerdings verfügen die allermeisten Neuwagen über ein direkt messendes RDKS, das mit Reifendrucksensoren am Ventil für präzise Messergebnisse sorgt. Beim Wechsel auf Winterreifen lässt es demzufolge nicht vermeiden, Kompletträder mit entsprechenden Luftdruck-Sensoren zu verbauen, wollen Sie nicht jedesmal die Pneus bei Ihren Felgen ab- und aufziehen. Wer hier Preise vergleichen und in der Folge Kosten sparen will, sieht sich einfach mal bei Kfz-Vertragshändlern, freien Werkstätten, im Reifen-Handel oder bei Autozubehör-Anbietern um. Glücklicherweise langen häufig schon die preiswerten Universalsensoren, sodass Autobesitzer in den meisten Fällen nicht die teureren Originalteile der Fahrzeughersteller anschaffen müssen.

Der Verzicht auf Reifendruck-Sensoren ist nicht statthaft

Ganz einfach die Sensoren wegzulassen, stellt für Eigentümer von Autos mit direkt messendem RDKS natürlich keine Alternative dar. Denn anders als bei älteren Autos ist das System bei neueren Fahrzeugen Teil der Typzulassung und lässt sich nicht deaktivieren. Bei einer Abwesenheit der Luftdruck-Sensoren würde unablässig eine Warnleuchte im Cockpit glimmen. Theoretisch wäre es auch machbar, die schon vorhandenen Sensoren aus den Sommerreifen auszubauen und diese bei der Montage der Winterreifen zu installieren. Das halten Fachleute allerdings keineswegs für empfehlenswert. „Zum einen ist das regelmäßige Ummontieren der Reifen und Sensoren schon nach etwa eineinhalb Jahren teurer als ein Satz Sensoren. Zum anderen hat der Autofahrer beim Reifenwechsel einen immensen Zeitvorteil, wenn die Sensoren nicht aufwendig ummontiert werden müssen“, gibt Franz Eiber, RDKS-Experte bei der Werkstattkette A.T.U., zu bedenken. Darüber hinaus sollten Sie nicht vergessen, dass bei der Hauptuntersuchung gemäß § 29 StVO ein defektes RDKS – also auch beim Verzicht auf Reifendrucksensoren – als geringer Mangel eingestuft wird, der jedoch angesichts seiner Sicherheitsrelevanz vom Fahrzeughalter unverzüglich abzustellen ist.

Bild: Montage eines RDKS ©A.T.U Auto-Teile-Unger GmbH & Co. KG