Winterreifen-Test: der neue Goodyear UltraGrip 9

Goodyear hat mit dem UltraGrip 9 einen prima Pneu im Programm
Winterreifen-Test: der neue Goodyear UltraGrip 9

Der neue Goodyear UltraGrip9 gehört zu den besten Winterreifen, die der Markt aktuell zu bieten hat, wie einige Testsiege ergaben. Beim Goodyear-Dunlop Winterreifen Workshop konnten wir den „Schneekönig“ ausgiebig testen.

Goodyear-Ultra-Grip-9

In Herbst und Winter sind die Straßen nicht unbedingt schneebedeckt, aber sehr oft nass – da ist ausreichende Nasshaftung für das Wohl von Mensch und Maschine entscheidend. Und die bietet der neue Goodyear UltraGrip 9 reichlich, wie wir im ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich feststellen konnten. Die Profilmitte mit variabler Blockspur bewirkt, dass die Spur unablässig ne gebrochen wird, was zu hoher Traktion im Schnee führt. Das konnten wir mangels Schnee nicht überprüfen, wohl aber wie sich die 2D-Lamellen in der Profilmitte und die 3D-Lamellen der Schulterblöcke vom UltraGrip9 für hohe Balance und Stabilität beim Bremsen und Schleudern sorgten. Wie sehr dem Unternehmen an der Nasshaftung von Winterreifen liegt, machte Holger Rehberg vom Goodyear-Produktmanagement deutlich: „Wenn es gilt, zwischen Geräuschkomfort und Nasshaftung, also der Sicherheit zu entscheiden, zählt für uns allein letztere.

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Längsverzögerung beim Winterreifen-Test

Die neunte Entwicklungsstufe der 1971 eingeführten Goodyear UltraGrip-Familie sollte natürlich den Fortschritt in der Reifentechnologie aufzeigen. Hierzu gab es beim Bremstest zwei Audi A3 Sportback 1.8 TFSI mit Goodyear UltraGrip 9 in der populären Kompakt- und Mittelklasse-Dimension 205/55 R16, einmal in der aktuellen Gummimischung (roter A3) und einmal in einer Mischung, wie sie vor 20 Jahren genutzt wurde (grauer A3). Die Übung auf der nassen Piste ist einfach: Anschnallen, Vollgas, auf Tempo 80 beschleunigen und beim Beginn der Pylonenreihe voll in die Eisen: Der neue UltraGrip 9 sorgt für einen Bremsweg von rund 36 Metern, die alte Mischung für 43 Meter. Und während der rote A3 bereits steht, rauscht der Graue mit 32 km/h weiter – im schlimmsten Fall in ein Hindernis. Das kann bei dieser Geschwindigkeit für überraschend hohen Sachschaden und schwer verletzte Fußgänger sorgen. Und gerade letztere fallen im Winter wesentlich häufiger an als im Sommer, wie Lars Hannawald von der Verkehrsunfallforschung der TU Dresden im Vorfeld lehrte.

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Mit dem Goodyear UltraGrip auf dem Pfad der Tugend bleiben

Beim Nassbremsen erfüllte der UltraGrip 9 das Versprechen von Goodyear, nun ging es um die Seitenführung. Zwei BMW 420i Coupé, der eine mit neuwertigen Pneu des Formats 225/50 R17 , der andere mit lediglich zwei Millimeter Profil stehen für den Winterreifen-Test in dieser Disziplin parat. Beschleunigen auf 50 km/h, dann gibt’s von der Rüttelplatte vor der spiegelglatten Fahrbahnoberfläche einen ordentlichen Schubs auf die Hinterachse, um ein außer Kontrolle geratenes, schleuderndes Fahrzeug zu simulieren. Dies gilt es einzufangen, doch mit der gesetzlich nicht mehr zulässigen Profiltiefe schwimmt der 420i gischtspritzend unkontrollierbar herum und zeigt keine Reaktion aufs Gegenlenken oder Bremsen. Kein Chance, ein Abflug in den Garben oder den Gegenverkehr ist nahezu garantiert. Ganz anders der Goodyear UltraGrip 9 mit vollem Profil: Hier ist der Name UltraGrip Programm, ein kurzes Drehen am Lenkrad genügt, um das BMW Coupé wieder auf Kurs zu bringen, ein Aquaplaning war dabei nicht zu bemerken.

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Der Goodyear UltraGrip ist absolut empfehlenswert

Fazit vom Winterreifen-Test: Der neue Goodyear Winterreifen schlug sich mit Bravour. So lässt es sich in der kalten Jahreszeit gut fahren. Es lohnt sich also, nicht nur in ein namhaftes, sondern als gut benotetes Produkt zu investieren sowie auf ausreichendes Profil zu achten, wie der Goodyear Ultragrip 9 eindrucksvoll an den Tag legte. Denn wer bei seinen Pneus sparen will, spart am falschen Ende.

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Bilder: ©Arild Eichbaum, Goodyear-Dunlop (1)