Chiptuning selber machen

Mehrleistung durch elektronisches Motortuning
Chiptuning selber machen

Mehr Leistung durch Chiptuning – klar, der Eingriff ins Motormanagement ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Was gilt es zu beachten, wenn Sie Ihr Chiptuning selber machen wollen?

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Das Internet spielt Ihnen in die Karten, wollen Sie ein Chiptuning selber machen und Ihrem Wagen zu einer Leistungssteigerung oder deutlichem Minderverbrauch verhelfen. Anbieter suchen, Produkte vergleichen, Favoriten bestellen, fertig. Der Einbau der gegenüber einem klassischen Tuning sehr preiswerten Power-Chips ist denkbar unkompliziert: Haube auf, eventuell einige Abdeckungen abschrauben. Anhand der in der Regel mitgelieferten und bebilderten Anleitung stellt das neuartige Motortuning auch für einen Laien kein Problem dar und ist aufgrund der Serien-Steckverbindung kinderleicht und rasch zu erledigen. Die Zeiten, in denen spezielles Werkzeug, Computer-Anschlüsse Lötarbeiten oder ähnlicher Aufwand vonnöten waren sind vorbei. Wer ein Großserienfahrzeug aufmöbeln will, nimmt einfach den vor der Witterung geschützten Tuningchip. Die Chips sind hat der Hersteller auf den jeweiligen Fahrzeugtyp abgestimmt, sodass keine weiteren Einstellungen anfallen. Aufstecken und Probefahrt!

Chiptuning selber machen besser erst bei Autos ohne Garantie

Wer kein Chiptuning “von der Stange wünscht“, kann bei vielen Anbietern anhand der zumeist genutzten, moderne Multi-Kennfeld-Technologie eine individuelle Leistungssteigerung einstellen und sich den Chip nach den eigenen Anforderungen programmieren lassen. Auch in diesem Fall gilt: Klick and Go! Dass Sie ihr ganz eigenes Chiptuning selber machen und die Motorsteuerung nach eigenem Gutdünken modifizieren, sei Ihnen nur bei herausragenden Fachkenntnissen in diesem bereich zugestanden. Lassen Sie beim Chiptuning zudem nicht die Garantie außer Acht – sei es eine noch laufende Hersteller- oder Anschlussgarantie vom Automobilsproduzenten, oder die Garantieleistung, die der Chiptuning-Anbieter verspricht. Erstere wird durch ein Chiptuning nicht selten erlöschen, während letztere möglichst umfangreich ausfallen sollte.

Beim Chiptuning auf Nummer sicher gehen

Wenn Sie das Chiptuning selber machen, sollten Sie bedenken, dass es mit einer bloßen Leistungssteigerung nicht unbedingt getan ist, gerade wenn sie sehr viel mehr Output aus dem Motor herauskitzeln wollen. Womöglich brauchen Sie kräftigere Bremsen, etwa aus einem vergleichbar starken Serienmodell Ihres Fahrzeugtyps. Auch ein strafferes Fahrwerk kann nach Ihrem Tuning-Eingriff nötig sein, genauso wie eine andere Auspuffanlage oder ein durchsatzfreudigerer Luftfilter. Zu den größeren Modifikationen gehören etwa der Einbau neuer Kolben oder eines größeren Turboladers. Da so manches Chiptuning-Kit ohne TÜV Teilegutachten geliefert wird, hat der ungeprüfte Betrieb des Pkw mit dem elektronischen Motortuning zur Folge, dass die allgemeine Betriebserlaubnis erlischt. Ein zulässiger Betrieb durch die Wiederherstellung der allgemeinen Betriebserlaubnis ist nur im Zuge einer Einzelabnahme samt Einzelvorführung bei einem zuständigen Prüfdienst gemäß Paragraph 21 StVZO möglich; diese Extrakosten sollten von vornherein mit einkalkuliert werden.

Bild: Optisch macht Chiptuning nichts her ©flickr/Bill Abbott