Die modernsten Sicherheitssysteme in Autos

Welche Assistenzsysteme machen das Fahren besonders sicher?
Die modernsten Sicherheitssysteme in Autos

Die modernsten Sicherheitssysteme in Autos lassen sich in mehrere Gruppen teilen: Aktiv eingreifende Systeme, Passive Systeme und solche, die den Fahrer darin unterstützen, Unfälle jeder Art zu vermeiden.

A8130090_medium

 

Zu den modernsten Sicherheitssystemen in Autos gehört die adaptive cruise control (ACC), die den Fahrer durch eine tempoabhängige Abstandsregelung entlastet: Bremst das vorausfahrende Fahrzeug, drosselt das kamera- und radarbasierte System die Geschwindigkeit, sodass der Sicherheitsabstand stets ausreicht. Tritt der Vordermann wieder aufs Gas, beschleunigt die ACC wieder auf das zuvor festgelegte Wunschtempo. In Kombination mit einem Spurhalteassistenten, der nicht nur warnt, wenn die Fahrspur ohne gesetzten Blinker verlassen wird, sondern bei Nichtbeachtung selbständig einen korrigierenden Lenkeingriff durchführt, ist der Fahrer quasi überflüssig und sitz nur noch der Form halber hinterm Lenkrad. In die Hand nehmen muss er es nicht mehr, was gerade auf monotonen Autobahnetappen für Erleichterung sorgt. Ähnlich wie die ACC, nur ohne Beschleunigungsfunktion, arbeiten auch Notbrems-Assistenzsysteme á la Active City Stopp: Reicht der die Distanz zu einem stationären oder mobilen Objekt vor dem eigenen Wagen nicht aus, geht der Notbremsassistent nötigenfalls voll in die Eisen.

So mindern Sicherheitssysteme in Autos die Ablenkung des Fahrers

Weiterhin stellen die modernsten Sicherheitssysteme in Autos sicher, dass der Fahrer seinen Blick möglichst gar nicht mehr von der Straße nimmt. Dies lässt sich einerseits durch Multifunktionslenkräder erreichen, die zum Beispiel verhindern, dass die Augen der Hand beim Griff zum Lautstärkeregler des Radios in der Mitte des Armaturenbretts folgen. Der Blick auf den Tacho lässt sich durch ein Head-up Display (HUD) vermeiden, dass Tempo, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Navigationshinweise und sonstige wirklich relevante Informationen direkt ins Sichtfeld des Fahrers auf die Windschutzscheibe projiziert. Ein Novum ist diese Technologie indes nicht, doch zeigte sich auf dem Pariser Autosalon, dass mehr und mehr Hersteller sie auch in Volumenmodellen und nicht nur in Sportwagen oder Oberklasse-Modellen einsetzen. Andere Assistenzsysteme nehmen die Unfallverhinderung selbst in die Hand, indem sie den Fahrer das Lenken untersagen – die Einparkassistenten. Radar- oder Infrarotsensoren suchen eine passende Parklücke und geben die Lenkbefehle an die Bordelektronik weiter, der Fahrer darf derweil lediglich Gas geben. Bremsen oder vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang wechseln.

Assistenzsysteme bringen Licht ins Dunkel

Exotischere Fahrerassistenten stellen zum Beispiel Nachtsichtgeräte dar. Sie sind nur in gehobenen Fahrzeugsegmenten anzutreffen und dort auch keineswegs alltäglich. Ihr Einsatz empfiehlt sich überall dort, wo mit unbeleuchteten Verkehrsteilnehmern zu rechnen ist – Radfahrer, Fußgänger, aber auch Wild. Die infrarotgestützen Systeme geben ihr Bild auf einem Display im Armaturenbrett wieder, sind aber natürlich kein Anlass, den Blick dauerhaft von der Straße zu nehmen. Doch all das, was der Fahrer sieht, birgt viel weniger Gefahr, weswegen Nachtsichtassistenten genau wie Kurvenlichtdurchaus ihre Berechtigung haben. Ist es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenstoß gekommen, hilft der Notrufassistent: Er gehört ebenfalls zu den modernsten Sicherheitssysteme in Autos und kontaktiert über ein per Bluetooth gekoppeltes Mobiltelefon eines Fahrzeuginsassen die lokalen Rettungskräfte in Landessprache und sendet auch gleich die GPS-Koordinaten zum unproblematischen Auffinden der Unfallstelle mit.

Bild: Head-up Display im Audi A8 ©AUDI AG