Kein Obst im Fond: Über das neue Audi tablet

Kein Obst im Fond: Über das neue Audi tablet

#AudiVernetzt – unter diesem Motto lud die Marke mit den vier Ringen eine kleine Schar Blogger und Online-Journalisten ins Hauptquartier nach Ingolstadt. Dabei ging es unter anderem um Infotainment und Entertainment im Auto.

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Das iPad ist cool, bringt das doch mal als Monitor ins Auto! Nix is, sagt Frank Egle, Technische Entwicklung AUDI AG. „Wir haben das Gerät dreimal gecrasht, und dreimal hat es die im Automobilbereich vorgeschriebenen Crash Werte nicht erfüllt.“ Aus diesem Grunde baut das Audi tablet mit seinem massiven Alurahmen auch deutlich dicker und stabiler als die heutigen Pads für den nicht-automobilen Einsatz. Zudem erfüllte das Apple-Produkt keineswegs die weiteren Anforderungen wie die Widerstandsfähigkeit gegen extrem niedrige oder auch hohe Temperaturen. Auch die zahlreichen Mitbewerber auf dem Tablet-Markt konnten sämtlich nicht überzeugen, wiesen aber ebenfalls viele an sich attraktive Einzelmerkmale auf.

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Das Android-Tablet bliebt den Beifahrern vorbehalten

„Da war dann klar, wir müssen unser eigenes Tablet entwickeln. Außerdem befanden wir die fest an den Kopfstützen installierten Monitore vom Rear-Seat-Entertainment für nicht mehr zeitgemäß. Der Trend geht klar zur Mobilität, und die bietet das Audi tablet.“ Klar war aber auch: Das Audi tablet dient nicht der Fahrerinformation – denn was, wenn der Fahrer das Gerät nach Abstellen des Fahrzeugs mitnimmt, der Zweitschlüssel-Inhaber nun aber vor dem Audi steht und kein Navi, kein gar nichts hat? Sehr unerfreulich, ganz im Gegensatz zu einigen Eckdaten vom Audi tablet: Der 10,2 Zoll große Touchscreen ist komplett entspiegelt, um uneingeschränkte Nutzbarkeit und hohen Bedienkomfort zu bieten; angestrebt sind sechs bis acht Stunden Akkulaufzeit – genug für eine längere Tour inklusive Stau.

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Wie gehabt beherrscht der Fahrer das Rear-Seat-Entertainment

Die Aktualisierung des Betriebssystems Android 4.4 soll über einen Besuch in der Audi-Werkstatt erfolgen. Der interne Speicherplatz vom Audi tablet beträgt 32 GB und lässt sich mithilfe einer Micro-SD-Karte um satte 128 GB erweitern. Das reicht, um den Kindern und sonstigen quengelnden Mitfahrern zahlreiche Filme anbieten zu können. „Die Tonwiedergabe ist sowohl über Kopfhörer als auch über das fahrzeugeigene HiFi-System möglich. Die Verbindung erfolgt beim Kopfhörer per Bluetooth und bei Übertragung auf die fahrzeuginternen Lautsprecher via WLAN“, erklärt Egle weiter. „Der Fahrer kann bestimmte Funktionen blockieren oder limitieren, einerseits um nicht abgelenkt zu werden, andererseits um getätigte Einstellungen wie etwa die Navigation beizubehalten.“ Und bei besonders widerborstigen Passagieren? „Kein Problem, beim Audi tablet lässt sich auch die Touchfunktion komplett deaktivieren.“

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Wann kommt das neue Audi tablet in den Handel?

Wann das Audi tablet in den Handel kommt, beantwortet Josef Schloßmacher, Audi Kommunikation, diplomatisch: „Bald. Über den Preis können wir noch nichts Genaues sagen, aber zumindest einen Anhaltspunkt geben: Zwei Stück werden weniger kosten als jetzt unser Rear-Seat-Entertainment.“ Ausgezeichnet – jenes schlägt im Audi A8 mit 3.650 Euro zu Buche. Und „bald“ ist bald – womöglich debütiert das hübsche Gerät mit dem neuen Audi Q7, der höchstwahrscheinlich 2015 auf den Markt kommt.

Bilder: ©AUDI AG