Klimaanlage nachrüsten – lohnt sich diese Investition?

Gibt es keine Klimaanlage im Auto, bliebt das auch besser so
Klimaanlage nachrüsten – lohnt sich diese Investition?

Wer wünscht sich an glühend heißen Sommertagen nicht etwas erfrischende Kühle im Fahrzeug? Und wer hätte nicht gern einen Weg, um beschlagenen Scheiben im Auto während der kalten Jahreszeit ein Schnippchen zu schlagen?

Karl-Baron

 

Der Sicherheit dienlich ist eine Klimaanlage im Auto in beiden Fällen: Denn gerade bei längeren Fahrten nimmt ohne angenehmes Klima die Konzentration erwiesenermaßen erheblich ab. Und mehr Sicht dank nicht beschlagener Scheiben – die Klimaanlage entzieht der Luft die Feuchtigkeit – führt auch immer zu mehrt Sicherheit. Vor der Montage Einbau einer Klimaanlage im Auto gibt es allerhand zu wissen und vor der Durchführung zu überdenken. In erster Linie sollte man beim geplanten Einbau einer Klimaanlage über die Kosten den einen oder anderen Gedanken verlieren und zugunsten einer besseren Preisübersicht die Angebote einiger Fachwerkstätten aus der Umgebung einholen, denn eine Klimaanlage nachrüsten zu lassen, erweist sich beileibe nicht als billige Angelegenheit.

Der Einbau einer Klimaanlage im Auto ist kostspielig

Wer eine Klimaanlage nachrüsten möchte, darf prinzipiell aufatmen: Theoretisch ist es möglich, in jedes Auto eine Klimaanlage einbauen zu lassen. Auch ist es grundsätzlich machbar, Teile von Fremdherstellern anzupassen, sollte der Hersteller für den eigenen Wagen nie eine Klimaanlage angeboten haben. Hierzu müssen die entsprechenden Kosten mit eingeplant werden. Sinnvollerweise lässt man also die Finger von derlei Basteleien und greift zu einer Lösung aus dem Ersatzteilregal des Fahrzeugherstellers. In punkto Kosten stellt der Einbau einer Klimaanlage ins Auto eine teure Sache dar. Die Preise variieren stark und sind abhängig vom Fahrzeughersteller und können problemlos auf mehr als 2.000 Euro steigen oft mehr als das, was der Automobilproduzent für den Luftumwälzer ab Werk berechnet hätte. Und dann ist die Klimaanlage im Auto noch nicht mal eingebaut, sodass die Arbeitszeit der Mechaniker der Kfz-Werkstatt für den Einbau zuzüglich noch mit einigen Hundert Euro zu Buche schlägt.

Was die Klimaanlage Auto-seitig an Arbeiten erfordert

Wer selbst eine Klimaanlage nachrüsten will, ist idealerweise Kfz-Mechatroniker oder hat einen solchen hierzu an der Hand. Denn eine Klimaanlage im Auto zu verbauen, stellt mehr als einen bloßen mechanischen Akt dar – und selbst der ist nicht ohne. Der Klimakühler muss installiert werden, wozu möglicherweise der Wasserkühler auszubauen ist, der Klimakompressor muss an der Motorperipherie angebracht werden, was unter anderem den die Montage einer weiteren Riemenscheibe zum Antrieb des Kompressors mit sich zieht. Dann müssen meterweise Schläuche verlegt und gesichert werden, und um die Klimaanlage im Auto bedienen zu könne, muss nicht nur ein entsprechendes Panel mit allen nötigen Schaltern verbaut, sondern auch noch verkabelt werden. Darüber hinaus sind auch Veränderungen an der Elektronik des Fahrzeuges notwendig, die mithilfe spezieller Computer vorgenommen werden.

Klimaanlage nachrüsten oder besser gleich ein anderes Auto kaufen?

Der Kosten-Nutzenfaktor einer Klimaanlage im Auto muss hier also sorgfältig erwogen werden: Das, was man an Geld reinsteckt, bekommt man nie wieder raus. Selbstverständlich sollte man an der Sicherheit nie sparen, doch kommt es schlichtweg günstiger, einen Neu- oder Gebrauchtwagen mit werksseitiger Klimatisierung zu kaufen, als umständlich eine Klimaanlage nachrüsten zu lassen.

Bild: Bedienteil der Klimaanlage im Auto ©flickr/Karl Baron