Am 18. August startet die neue Sonderausstellung „Farbverlauf“ im Audi Museum Mobile. Sie behandelt die Autolack-Geschichte in der langen Audi-Historie.

Ob ein Auto gefällt oder nicht, ist meist eine Frage des Geschmacks. Was dabei sofort ins Auge fällt, sind Form und Farbe. Diesem Thema widmet sich die neue Sonderausstellung im Audi museum mobile. „Farbverlauf“ ist sie überschrieben (18. August bis 30. November 2010) und beleuchtet das Thema Farbe und Autolack von den 1920er Jahren bis zur Gegenwart. Ein Designer kann die schönsten Formen entwerfen, das ganze aber in der falschen Farbe lackiert – undenkbar! Eine Oberklasse-Limousine in türkis? Ein Sportwagen in pink? Mehr als alles andere bestimmt der Autolack, wie ein Fahrzeug wahrgenommen wird.
Autolack – Glanz und Gloria auf dem Blech
Dabei ist der Autolack aber nicht nur die Farbe des Automobils, sondern darüber hinaus auch eine wichtige Schutzschicht vor Umwelteinflüssen – eine hochkomplexe Beschichtung, die es in zahllosen Farbtönen gibt, und deren Verarbeitung mittlerweile eine Wissenschaft für sich ist. Dem Audi Museum Mobile Grund genug dem Thema „Autolack“ eine eigene Sonderausstellung zu widmen. Ausstellungsmacher Stefan Felber: „Wir erläutern die Kulturgeschichte der Farbe und gehen dem Phänomen Sehen nach. In einem Farbverlauf beleuchten wir die einzelnen automobilen Grundfarben – zeigen, dass Rot nicht gleich Rot ist, Blau nicht immer auch blau sein muss und machen uns auf Spurensuche nach dem Ursprung von Farbnamen wie Kalaharibeige, Paradiesgrün oder Sphärenblau.“
Audi museum mobile informiert genau
Anhand von zwölf Autos in zeittypischen Farben wird der Geschichte der Lackierung auf den Grund gegangen. Wer weiß etwa, dass sich die Audi-Farbpalette seit 1949 auf mehr als 1.000 Varianten summiert? Oder dass die amerikanische Automobil-Massenproduktion erst möglich war, als die US-Army überschüssige Schießpulverreserven aus dem 1. Weltkrieg heimbrachte? Die Chemieindustrie schuf daraus Nitrozellulose-Lack, der deutlich rascher trocknete. In den USA war die Sprühpistole zum Auftragen vom Autolack längst eingeführt, während in Deutschland noch der Pinsel geschwungen wurde. An den zwölf im Audi museum mobile ausgestellten Fahrzeugen, vom Horch bis zu einem Lamborghini Diablo, sind alle Trends des Marktes vertreten – von gediegen schwarz bis zu knallig violett.
Und Sie, verehrte Leser: Schwarz, Grau oder Silber? Oder trägt Ihr Auto etwas mehr Farbe?

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das scheint ja eine sehr interessante Ausstellung zu sein. Gibts dazu einen Katalog?
Bestimmt. einfach mal im Musum anfragen!