Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat ihren Mitarbeitern das Betanken von Dienstfahrzeugen mit E10-Benzin untersagt. Grund: Sicherheitsbedenken.

Dass die schleswig-holsteinische Polizei E10-Benzin für die interne Nutzung untersagt hat, hat einen ganz einfachen Hintergrund: „Bevor wir unseren Fuhrpark komplett lahmlegen oder größere Reparaturen provozieren, gehen wir auf Nummer sicher“, teilte Jessica Wesselin ihrer Funktion als Sprecherin des Landespolizeiamts der Zeitung „Lübecker Nachrichten” mit. Die Order des Landespolizeiamtes an alle Dienststellen, weiterhin Super E5 anstelle vom neuen E10-Kraftstoff zu nutzen, betrifft 160 mit Superbenzin betriebene Dienstwagen.
Kein E10 Benzin für die Polizei
Grund für das E10 Verbot sei, dass „noch keine eindeutigen Aussagen von Herstellern und Werkstätten zur Verträglichkeit des Kraftstoffs mit den Motoren” vorlägen, gab Wessel weiter bekannt. Der Entsagung von E10 Benzin sei in Abstimmung mit allen Polizeidirektionen im Land getroffen worden. Eine aus Sicht der Vernunft völlig korrekte Entscheidung: Was würde der von allen Seiten geschröpfte Steuerzahler sagen, würde publik werden, dass der E10 Kraftstoff die Polizeiautos kostspielig beschädigt hat? Dass der Bundesregierungsentscheid durch diese Handlung unterminiert wird – ja nun, aus blindem Gehorsam oder falsch verstandenem Loyalitätsdenken 160 Autos zu ramponieren, wäre aber wirklich dümmer, als die Polizei erlaubt.
Intensivtäter E10 Kraftstoff
Wenn Benzin E10-haltig ist, kann es, so die nicht unberechtigte Furcht vieler, aufgrund des doppelt so hohen Anteil Bioethanol Dichtungen und Leitungen erheblich leichter angreifen. Zwar haben die meisten Hersteller, unter ihnen Mercedes-Benz, Daihatsu und Skoda, bekannt gegeben, welche ihrer Fahrzeuge E10-geeignet sind und welche nicht, doch sind diese Angaben zum E10 Benzin für Fahrer, die sich nicht weiter für Autos interessieren, mitunter schwierig zu verstehen. Daher gilt:
- Nichts riskieren
- Fachhändler oder Service-Hotline des Herstellers kontaktieren

