Adrette Kleinstwagen soll die Renault Mercedes-Kooperation hervorbringen: Einen hübschen Twingo für die Franzosen und einen neuen Smart forfour für Daimler.

Was ist ein Kleinstwagen? Wie ein Kleinwagen, nur noch kleiner. Heißt leider auch meist: Kein Spaß im Fond für Beifahrer im zweistelligen Alter wie beim VW Lupo. Die Renault Mercedes-Kooperation wird sich diesbezüglich genügend Gedanken machen müssen. Speziell der Renault Twingo läuft derzeit nicht so erfolgreich wie die praktische erste Generation. In der knorken Kiste konnte man es dank verschiebbarer Rückbank wirklich aushalten. Doch steckt mehr hinter der franko-teutonischen Zusammenarbeit im Kleinstwagen-Bereich als man auf den ersten Blick glauben könnte.
Kleinstwagen mit Heckmotor
Die Kleinstwagen Reanult Twingo und Smart forfour sollen einen Heckmotor bekommen: Der französische Teil der Renault-Mercedes-Kooperation befürchtet, mit einem Frontmotor nicht die nötigen Crashtest-Ergebnisse im Fußgängerschutz liefern zu können, doch das gefällige Onebox-Design vom alten Twingo soll unbedingt wiederkommen. Im Heck wird dann einer der neuen Dreizylinder von Renault-Nissan für Vortrieb sorgen, die in verschiedenen Hubraum- und Leistungsstufen kommen. Zwischen 80 und 120 PS sind zu erwarten; die kräftigeren der Direkteinspritzer erhalten Turbolader-Doping.
Smart forfour verzichtet auf Dieselmotor
Der Kleinstwagen Smart forfour wird die Triebwerke vom Kopperationspartner ebenfalls nutzen und wegen Schwierigkeiten der Abgasentgiftung keinen Smart CDI-Diesel mehr anbieten. Zudem soll der 345 cm lange Nachfolger im Gegensatz zum Twingo mit Schiebetüren kommen. Beide Viersitzer werden ab 2013 im Renault-Werk Novo Mesto in Slowenien vom Band laufen. Insgesamt ist eine Stückzahl von rund 140.000 Einheiten pro Jahr geplant. Zur Einführung auf den Automarkt ist zudem von Anfang an eine Elektro-Variante geplant. Wie sich diese allerdings im Feld der unumgänglich günstigen Autos behaupten wird – wir sind gespannt, verehrte Leser. Oder nicht?

