7 Jun

Ford –Mercury gibt auf: Zum Ende des laufenden Jahres hat Ford Chef Allen Mulally die Einstellung der Mercury Division vor dem Verwaltungsrat gefordert und bekommen.


Dass Ford Mercury aufgibt, ist leider wenig überraschend: im Mai 2010 verkaufte die Mittelklasse-Gruppe der Ford Motor Company lediglich 9.100 Fahrzeuge – selbst im letzten Krisenjahr waren im Vergleichsmonat elf Prozent mehr Verkaufe zu verzeichnen. Der Grund für die Kundenunlust ist vielschichtig und leider hausgemacht: Die 1939 von Firmengründer Henry Fords Sohn Esel aus dem Nichts gestampfte Mercury hatte schon seit langem schwer zu kämpfen, da die als Nischenprodukt zwischen den günstigen Ford-Modellen und den noblen Lincoln-Wagen, konzipierten Mercury-Autos selten mit eigenständigem Design begeisterten und äußerlich Ford immer ähnlicher wurden.

Wie Ford Mercury banal machte

Weil Ford Mercury beim Badge Engineering (eine Karosserie für verschiedene Marken, die sich nur in Details unterscheidet wie beim VW Polo und Audi A1) jedoch in letzter Zeit kein fesselndes Design durchgehen ließ, lahmten die Mercury Autos der Konkurrenz von Dodge, Oldsmobile und Buick optisch in meisten Fällen hinterher. Somit blieben der Mercury Division nicht nur die Kunden fern, sie kauften auch kein Ford-Produkt mehr, sondern lieber Modelle anderer Konzerne. Mangelnde Kundetreue war für Ford hier zwar immer ein größeres Problem als für GM oder Chrysler, doch wurde der Misserfolg im Mai schließlich untragbar.

Mercury Autos veraltet und wenig ansprechend

Warum niemand ein Produkt von Ford-Mercury kaufen wollte? Möchten Sie, verehrte Leser mit dem Mercury Grand Marquis ein komfortables, großes Auto haben, das in seiner aktuellen Form 1992 auf den Markt kam? Nein, na dann vielleicht ein Midsize SUV wie den Mercury Mountaineer? Immerhin erst seit 2001 auf dem Automarkt. Moderner sind der Mercury Mariner und der Milan, die beide 2005 vorgestellt wurden, letzterer ist sogar mit Hybridantrieb erhältlich, doch sorgt optisch für soviel Beifall wie hierzulande der VW Bora/Jetta.

Legendäre Modelle: Shoebox-Mercs, Mercury Cougar und Mercury Comet

Nachdem GM Oldsmobile sowie Pontiac und Chrysler Plymouth eingestellt hat, trauern nun die Fans des Götterboten mit den geflügelten Sandalen. Die rasanten Mercury Cougar und Mercury Comet, die die Muscle Car Wars der 1960er und 70er machten dem schnellen Namensgeber alle Ehre. Für großes Trara sorgten die Shoebox-Mercs von 1949 bis 1951, die als radikaler Nachkriegsentwürfe galten. Dem Anspruch der gehobeneren Mitteklasse wurden wiederum besonders die Modelle Grand Marquis, Montego, und Cougar der mittleren und späten 70er mehr als gerecht. Und nun ist, nach Frontantrieb und Ideenlosigkeit, Schluss. Mercury, Rest in Peace!

29 Mai

Mit dem Clio Gordini RS präsentierte Renault auf dem Genfer Automobilsalon den zweiten nach dem traditionsreichen Tuner Gordini benannten Klein-Sportwagen. Was kann der ab Juni lieferbare Hot Hatch?

Renault Clio Gordini RS ©Renault Deutschland AG
Der neue Clio Gordini RS hat den Renault Clio Sport als Grundlage und trägt den Metallic-Lack „Malta-Blau“ in Erinnerung an die legendären Tuning Autos der 1960er-Jahre von Amédée Gordini, die voller Nationalstolz größtenteils im auffälligen „Bleu France“ bestellt wurden. Zudem bescheren dem rasantesten Renault Clio zwei weiße Renn-Streifen über Motorhaube, Dach und Heck ein dynamisches Design. Das Signet „Gordini Series“ auf den Fahrzeugflanken erinnert an den „Coupe Gordini“, den Wegbereiter heutiger Markenpokale. Um diesem Renault Clio Tuning-Sünden optischer Art vom Blech zu halten, hielten Sportsitze mit Seitenhalt und Gordini-Emblem Einzug. Sie sind mit schwarz-blauem, gestepptem Leder bezogen; die Türverkleidungen tragen ebenfalls blaues Leder. (weiterlesen…)

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27 Mai

Der neue BMW 5er brillierte jüngst im Euro NCAP-Crashtest – der 530d bremste vor dem Aufprall vollautomatisch ab.

BMW 5er im Crashtest: Der schwarze 530d prallte dank Bremsassistent mit 40 km/h in den Offset-Block, der orange 5er BMW ungebremst mit 64 km/h ©BMW Group
Der BMW 5er verfügt über vorausschauende Assistenzsysteme, die das Risiko von Auffahrunfällen Unfälle senken helfen. Das BMW Erfolgsmodell der oberen Mittelklasse, kombiniert eine aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Auffahrwarnung nebst Anbremsfunktion, die ein Alarm-Szenario in zwei Stufen aktiviert. So leuchtete im getesteten 530d als Vorwarnung für den Fahrer zunächst ein rotes Fahrzeugsymbol in der Instrumententafel sowie im Head-Up Display auf. Gleichzeitig wurden die Bremsanlage vorbefüllt und die Auslöseschwellen vom hydraulischen Bremsassistent reduziert. (weiterlesen…)

24 Mai

Adrette Kleinstwagen soll die Renault Mercedes-Kooperation hervorbringen: Einen hübschen Twingo für die Franzosen und einen neuen Smart forfour für Daimler.

Kleinstwagen Smart forfour ©flickr / raneko
Was ist ein Kleinstwagen? Wie ein Kleinwagen, nur noch kleiner. Heißt leider auch meist: Kein Spaß im Fond für Beifahrer im zweistelligen Alter wie beim VW Lupo. Die Renault Mercedes-Kooperation wird sich diesbezüglich genügend Gedanken machen müssen. Speziell der Renault Twingo läuft derzeit nicht so erfolgreich wie die praktische erste Generation. In der knorken Kiste konnte man es dank verschiebbarer Rückbank wirklich aushalten. Doch steckt mehr hinter der franko-teutonischen Zusammenarbeit im Kleinstwagen-Bereich als man auf den ersten Blick glauben könnte. (weiterlesen…)

11 Mai

Der 1er BWM hat im Kompaktwagen-Segment schwer zu kämpfen: Ständig fahren immer höher motorisierte Frontfräsen dem 135i in die Parade. Wird Zeit für einen neuen BMW M1!

1er BMW: das BMW Concept 1er tii als Vorbote vom BMW M1 ©BMW Group
Der 1er BMW sollte mit seinem Heckantrieb alljene potenziellen Kunden der Kompaktklasse abgreifen, denen ein Front- oder Allradantrieb wie der Audi quattro beim S3 zuwider war. Sportwagen-Feeling brachte das 1er Coupe als 135i mit 306 PS; Bodenständigere gaben sich mit dem 118d als Schrägheck zufrieden. Doch kann der Friedlichste nicht schlafen, wenn die Nachbarn aus Köln mit einem 350 PS-Geschoss namens Focus RS 500 Unruhe stiften. Wichtiger noch, auch der 340 PS starke Audi RS3 mit Turbo-Fünfender aus dem TT RS erfordert ein Pendant. Und zwar einen neuen BMW M1! (weiterlesen…)

11 Mai

Kaum ist die Alfa Giulietta im Autohaus zu kaufen, beschäftigen sich Autofans mit ihren inneren Werten. Ist die Alfa Romeo Giulietta so gut wie ihr Design?

Alfa Giulietta auf dem Genfer Autosalon 2010 ©flickr / David Villarreal Fernández

Das gelungene Design macht die Alfa Giulietta zum echten Hingucker – da gibt es nichts zu meckern. Als die fleißigen Kollegen der Autobild jüngst einen Alfa Test gegen den BMW 120i durchführten, setzte sich die Giulietta gegen den bayerischen Kompaktwagen durch – und sorgte damit für Furore unter den Forenusern. Die konnten nicht verstehen, dass der 1er BMW gegen den Italiener verlor und brachten die Langzeitqualität ins Spiel. Um die war Alfa Romeo jedoch nie berühmt. Speziell die früheren Modelle, sei es nun der Alfa GTV oder die Giulietta Spider, litten unter rostförderndem Blech. (weiterlesen…)

1 Mai

Der Opel Ampera ist nicht nur ein Elektroauto mit ordentlicher Reichweite, sondern vor allem in Reichweite: Die ersten Vorserienmodelle liefen bereits vom Band.

Opel Ampera: hier das erste Vorserienexemplar vom Opel-Elektroauto ©GM Media

Den Opel Ampera kann man somit schon mal auf den automobilen Wunschzettel für das nächste Jahr setzen. Die Vorserienexemplare vom Opel-Elektroauto werden derzeit umfangreich in verschiedenen Autotests auf Herz und Nieren geprüft, um neue Erkenntnisse rechtzeitig in die Serienproduktion einfließen zu lassen. Die Einführung des Elektroautos auf den hiesigen Automarkt soll im nächsten Jahr geschehen. Konzeptionell gesehen ist der Ampera ein Plug-In-Auto, aber kein Hybridfahrzeug, da der Antrieb der Limousine rein elektrisch ohne Unterstützung eines Verbrennungsmotors von statten geht. (weiterlesen…)

29 Apr

Da haben die Elektroauto-Freunde schwer zu knabbern: Der Nissan Leaf kommt vorerst nicht auf den deutschen Automarkt.

Nissan Leaf ©UnitedPictures
Der Nissan Leaf wird voraussichtlich erst im Oktober 2011 in die deutschen Autohäuser surren. Das Nissan-Elektroauto mit dem leider für solche Fahrzeuge fast typischen rundgelutschten Design – angeblich der Aerodynamik wegen, doch hat eine neue Mercedes E-Klasse den geringen cW-Wert von 0.24 und sieht tatsächlich aus wie eine Limousine – kämpft mit mangelnden Subventionen von staatlicher Seite aus. Vom Auto Leaf sollen ab kommenden Dezember sollen innerhalb vier Monate 50.000 Exemplare vom Band laufen. (weiterlesen…)

28 Apr

Der neue VW Phaeton ist tatsächlich nur massiv modellgepflegt. Das Volkswagen-Facelift wurde jüngst auf der Auto China 2010 präsentiert.

Der neue VW Phaeton: Volkswagen-Mannen Dr. Vahland und Dr. Hackenberg wirken nicht sehr begeistert ©UnitedPictures
Der neue VW Phaeton wurde optisch – wie könnte es anders sein – an die anderen VW-Modelle angelehnt. Derart aufgefrischt, soll der Phaeton Volkswagen nach Vorstellung auf der Automesse Auto China 2010 einige Kunden mehr einfahren. Ob die VW-Händler nun ob großen Kundenandrangs Nachtschichten einlegen müssen, ist allerdings sehr fraglich. Die Oberklasse-Limousine verkauft sich nur äußerst schleppend und weit hinter den – vermutlich auch viel zu optimistischen – Erwartungen der Marketingleute. Zudem ist die Positionierung vom Phaeton unklar, da es im Konzernportfolio bereits den anerkannten und besser renommierten Audi A8 gibt. (weiterlesen…)

Kategorie Oberklasse | 1 Kommentar » |
27 Apr

Auto-Girls bereichern nicht erst seit gestern jede Automesse. Doch sind die Hostessen noch zeitgemäß oder gar zwingend notwendig?

Auto-Girls: Hostess auf der Auto China 2010 ©UnitedPictures
Wenn sich Auto-Girls in einer Fachzeitschrift, typischerweise einem GTI-Magazin mehr oder minder lasziv auf der Motorhaube räkeln, gilt dies gemeinhin als billig und wenig schicklich. Dennoch kommt keine Automesse ohne sie aus, die Damen, die jede Neuwagen-Präsentation erst sehenswert machen. Früher, so die einigermaßen gewagte Theorie, waren neue Autos noch so aufregend, dass erst wohlgeformte und umfassend informierte Ladies den Messegast zum Stand der Marke lotsen konnten. Heute wiederum sind viele neue Autos derart langweilig, dass es mindestens ein Auto-Girl braucht, damit der Besucher nicht vor lauter spannenden Fakten wie so und so viel Kilo Kunststoff pro Tonne Auto einschläft. (weiterlesen…)