23 Jan

Rekord-Elektroauto von DBM Energy stirbt den Flammentod

Das im Oktober 2010 mit einer Weltrekordfahrt berühmt gewordene Elektroauto der Firma DBM Energy ist nach Nachforschungen der ADAC Motorwelt in einer Halle in Berlin in Flammen aufgegangen.

We dont't need no water... Der ADAC wittert beim Brand vom DBM Energy-Elektroauto unlautere Machenschaften. Hier ein Bild von dessen Ankunftsfeier in Berlin ©lekker Energie GmbH
DBM Energy hat das Schicksal seines Elektroautos gegenüber dem Online-Wissenschaftsmagazin cleanthinking.de mittlerweile bestätigt. Allerdings habe sich der Rekordakku mit der sogenannten Kolibri-Technologie beim Feuer nicht mehr im Auto befunden. Der zum Elektrofahrzeug umgerüstete Audi A2, der angeblich ohne Nachlade-Pause den Weg von München nach Berlin gemeistert haben soll, wurde nicht zuletzt auch von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle als Revolution in der Batterietechnologie angesehen. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte das Elektroauto für die vermeintliche Rekordfahrt mit 275.000 Euro bezuschusst.

Elektrofahrzeug auf Abwegen?

Das zerstörte Elektroauto verstärkt nach Sicht des ADAC die Zweifel, ob die Rekordfahrt mit rechten Dingen abgelaufen ist. Der Club hat schon sehr bald ungeklärte Fragen rund um das E-Auto von DBM Energy aufgezeigt. So wurden kaum weiterführende Informationen zur Akku-Technik bekannt gemacht. Ein damals zur Rekordfahrt gebetener Notar hatte kurz vor Beginn sein Erscheinen abgesagt. Zudem war das Elektrofahrzeug auf der Rekordfahrt mehrmals aus den Augen der mitreisenden Journalisten verschwunden. Der ADAC hat DBM Energy eine Reichweiten-Prüfung in seinem Testzentrum vorgeschlagen, worauf die Berliner Firma damals verzichtete.

Brandgefährlich – die nachträgliche Umrüstung zum Elektroauto

Das prämierte Elektroauto verbrannte in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2010 auf seinem Stellplatz in einer Berliner Lagerhalle, wie der ADAC vorab auf seinem Elektromobilitäts-Blog „Das elektrische Fahrtenbuch“ (www.adac.de/emobility) postete. Die damalige Rekordfahrt und die genaue Situation des Brandes stehen noch aus. Erst vor kurzem ging ein zum Elektromobil umgebauter Lincoln-Oldimer des Musikers Neil Young in Flammen auf und richtete einen Gesamtschaden von 640.000 Euro an.
Und, verehrte Leser – was halten sie davon? Zufall oder Pech? Finsteres Kalkül? Oder lehnen Sie batteriebetriebene Elektroautos prinzipiell ab?

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2 Antworten zu “Rekord-Elektroauto von DBM Energy stirbt den Flammentod”

  1. eDriver sagt:

    Vorab: von dem DBM Kolibri-Hokus-Pokus-Foerdergeld-Akku halte ich auch nicht viel …

    aber als langjaehriger EV-Fahrer kenne ich die div. Akkutypen und weiss daher dass es durchaus moeglich ist ein Auto mit >600km Reichweite (Akku-Kapazitaet) auszustatten … das noetige “Kleingeld” vorausgesetzt … (so ab 60000Euro aufwaerts … nur fuer’n Akku)

    Der wagen von Neil Young war – laut einem Bericht im AUTOBLOGGREEN – nicht der Brandausloeser (der olle Diesel PluginHybrid ;-)

    Der Akku (als solches) kann sowieso nix dafuer – spontane Selbstentuendung kennt man doch nur aus der Biebel … wenn der Akku brennt dann durch unsachgemaesse Behandlung (BSM defekt Ladegeraet defekt => Ueberladung)

  2. Peter Kasel sagt:

    Der arme, technisch total inkompetente Wirtschaftsminister Brüderle ist wohl einem grossen Schwindel aufgesessen, ja, und wer zahlt die 275 000 € vergeudeten Steuergelder an den Fiskus zurück ? Hoffentlich Herr Brüderle selbst aus “his own tash” !
    Nein, eine Wunderbatterie gibt es leider bisher nicht, und Herr Hannemann von irgend einer “DBM-Energy” hat alle an der angebl. “Rekordfahrt” Beteiligten über die Tischkante gezogen.
    Um eine Offerte gebeten und Frage nach Patentschriften, Zertifizierungen u.m. wurde nur ein Büchlein im stolzen Werte von 249,- € angeboten. Kurz : Alles nur grosser Bluff, und des Brüderles Rainer ist nur zu bedauern, schade um diesen Minister.

Rekord-Elektroauto von DBM Energy stirbt den Flammentod

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