Dass ein Suzuki Sport abseits von Drift und Rallye betreiben kann, wurde kürzlich auf der diesjährigen Bonneville Speed Week in Utah bewiesen: Der Suzuki Kizashi brannte 327,8 km/h in die Salzwüste!

Der neue Suzuki Kizashi hat damit auf der legendären Salzseenplatte bei Bonneville im amerikanischen Bundesstaat Utah einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Die bisherige Bestmarke für Landfahrzeuge in der Kategorie „Blown Gas Coupe“ (F-BGC) von 202,3 mph – umgerechnet 325,6 km/h wurde durch den Suzuki Sport-Einsatz auf 203,7 mph beziehungsweise 327,8 km/h verbessert. Der neue Rekordhalter ist der Journalist Sam Mitani der US-Zeitschrift Road & Track, der für die American Suzuki Motor Corporation (ASMC) in einem getunten Kizashi Sport über den flachen Salzsee bretterte. Suzuki wurde mit dieser Fahrt nach diversen Highspeed-Motorradrekorden der erste Geschwindigkeitsrekord beschert.
Tuning bringt Suzuki Sport-Erfolge
Das Suzuki Tuning betraf Interieur, Unterboden und Motor. Damit die Suzuki Sport-Version des Mittelklasse-Autos Kizashi auf die Salt Flats durfte, hielt ein Überrollkäfig aus Aluminium Einzug, der zusätzlichen Schutz im Innenraum garantiert. Eine extrem leichte Fahrersitzschale sorgte bei geringem Gewicht für optimalen Seitenhalt, wobei die Modifikation angesichts der Tatsache, dass stets geradeaus gefahren wird, nur durch die Gewichtsersparnis gerechtfertigt ist. Radabdeckungen, Frontspoiler und Unterbodenplatten verbesserten am Suzuki Kizashi Aerodynamik und Anpressdruck. Um sicherzugehen, dass die Motorhaube während des Rekordversuchs durch den enormen Fahrtwind nicht deformiert oder gar aufgedrückt wird, hielten sie spezielle Bolzen am Platz.
Suzuki Kizashi mit verdreifachter Leistung und Bremsfallschirm
Damit der Suzuki Sport nach Lust und Laune treiben konnte, wurde der 2,4-Liter-Benziner mit Multipoint-Einspritzung und variabler Ventilsteuerung vor der Rekordfahrt umfassend gedopt: Kolben, Kurbelwelle, Ansaugstutzen und Kupplung vom Suzuki Kizashi wurden gezielt für den Einsatz auf der Salzpiste optimiert. Durch einen größeren Turbolader mit zusätzlichem Ladeluftkühler konnten die Suzuki-Ingenieure die Leistung der Limousine von 131 kW/173 PS auf 383 kW/520 PS verdreifachen. Das maximale Drehmoment wuchs in diesem Zuge von 230 Nm bei 4.000 Umdrehungen pro Minute auf 703 Nm bei 5.500 Touren. Das Gewindefahrwerk und der obligatorische Bremsfallschirm gewährleisten bestes Geradeausfahren und die bestmögliche Verzögerung.
Und Sie, verehrte Leser: Werden Sie den Kizashi, der in diesem Monat in die Suzuki-Autohäuser rollt, weniger sportlich in die Wüste schicken? Oder geben sie dem knackigen Suzuki Auto eine Chance?

