Wirtschaft

7 Sep

Der VW Golf ist seit 35 Jahren in Deutschland ganz vorne mit dabei. Das war für den Käfer-Nachfolger geplant. Dass der abgeleitete Golf GTI ein derartiger Erfolg werden würde, nicht.

Golf GTI ©UnitedPictures
Am Freitag, dem 3. September verließ der 15-millionste in Wolfsburg produzierte VW Golf das Montageband – ein Golf GTI in Tornadorot mit 210 PS. Das volumenstärkste Modell des Volkswagen Konzern begann vor 36 Jahren von Wolfsburg seinen weltweiten Siegeszug und ist bis heute über 27 Millionen Mal gebaut worden. dagegen sehen die Konkurrenten von Ford und Opel recht müde aus. „An keinem anderen Standort bündelt die Belegschaft so viel ‚Golf-Knowhow’ wie in Wolfsburg – von der Entwicklung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung. Seit 1974 gehört der Golf untrennbar zu diesem Standort. Unsere Kolleginnen und Kollegen tragen mit ihrem Engagement maßgeblich dazu bei, dass wir heute mit Stolz sagen können: der Golf – das Auto“, freute sich Bernd Osterloh, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG. (weiterlesen…)

8 Aug

Der VW Scirocco wird seit seiner Markteinführung 1974 mittlerweile in der dritten Generation gefertigt und war in diesem Segment sehr erfolgreich: 795.650 Volkswagen Scirocco wurden bis 1992 verkauft.

VW Scirocco knackt die Sechsstelligkeit ©flickr / k_millo
Im Werk VW Autoeuropa – Automóveis Ltda. in Portugal rollte am Freitag – nur zwei Jahre nach seiner Markteinführung – bereits der hunderttausendste  VW Scirocco der dritten Generation vom Band. „Der Scirocco ist eines der wichtigsten Autos, die bei uns produziert werden. Für mich persönlich ist das ein bewegender Moment”, so Andreas Hinrichs, Werkleiter von Autoeuropa. Das Jubiläumsmodell ist ein Scirocco R mit dem VW 2.0 TSI-Motor, in Rising Blue Metallic mit titanschwarzer Innenausstattung, Radio-Navigationssystem, Park-Piloten und Panorama-Ausstelldach. (weiterlesen…)

Kategorie Sportwagen | 1 Kommentar » |
29 Jun

Den Fiat 1.4 MultiAir kennzeichnen die elektrohydraulische Ventilsteuerung und ein Turbolader. Was aber sind die Stärken vom Fiat Motor?

Fiat 1.4 MultiAir, hier in einem Punto Evo ©Fiat Group Automobiles Germany AG
Das von Fiat Powertrain Technologies (FPT) entwickelte 1.4-Liter-Turbotriebwerk wurde als „Beste Neuheit des Jahres“ im Rahmen des Wettbewerbs „Engine of the Year Award“ prämiert. Der Fiat 1.4 MultiAir-Vierzylinder verbindet die elektrohydraulische Ventilsteuerung MultiAir mit einem Turbolader und entspricht dem aktuellen Downsizing-Konzept von wenig Hubraum mit Zwangsbeatmung. Der Fiat-Motor, erhältlich in Kleinwagen und in der Kompaktklasse, mobilisiert je nach Konfiguration zwischen 135 und 170 PS. Die innovative MultiAir-Technologie kommt derzeit in den Modellen Alfa Romeo MiTo und Alfa Romeo Giulietta sowie Fiat Punto Evo und Abarth Punto Evo zum Einsatz. (weiterlesen…)

26 Jun

Der BMW X5 ist der Geländewagen mit der höchsten Kundenzufriedenheit. Das ergaben die Antworten der Halter vom BMW SUV in der diesjährigen J.D. Power Studie.

and the winner is - BMW X5! ©BMW Group

Im BMW X5 ist die Freude am Fahren serienmäßig – und nicht nur die. Die in der Vehicle Ownership Satisfaction Study (VOSS) vom Marktforschungsunternehmen J.D. Power online interviewten Besitzer der X5-Geländewagen waren mit ihren Fahrzeugen auch in den Bereichen Attraktivität Qualität/Zuverlässigkeit, Unterhaltskosten und Service am zufriedensten. Das erbrachte dem BMW SUV den ersten Platz in seiner Klasse ein. Die Konkurrenz von der SUV-Oberklasse, u.a. vertreten durch Mercedes und Audi, schnitt ebenfalls gut ab, aber eben nicht ausreichend. Das Gesamtergebnis der J.D. Power Studie ist in der am 25. Juni 2010 erschienenen Ausgabe der Fachzeitschrift „AUTOTEST“ nachzulesen. (weiterlesen…)

7 Jun

Ford –Mercury gibt auf: Zum Ende des laufenden Jahres hat Ford Chef Allen Mulally die Einstellung der Mercury Division vor dem Verwaltungsrat gefordert und bekommen.


Dass Ford Mercury aufgibt, ist leider wenig überraschend: im Mai 2010 verkaufte die Mittelklasse-Gruppe der Ford Motor Company lediglich 9.100 Fahrzeuge – selbst im letzten Krisenjahr waren im Vergleichsmonat elf Prozent mehr Verkaufe zu verzeichnen. Der Grund für die Kundenunlust ist vielschichtig und leider hausgemacht: Die 1939 von Firmengründer Henry Fords Sohn Esel aus dem Nichts gestampfte Mercury hatte schon seit langem schwer zu kämpfen, da die als Nischenprodukt zwischen den günstigen Ford-Modellen und den noblen Lincoln-Wagen, konzipierten Mercury-Autos selten mit eigenständigem Design begeisterten und äußerlich Ford immer ähnlicher wurden.

Wie Ford Mercury banal machte

Weil Ford Mercury beim Badge Engineering (eine Karosserie für verschiedene Marken, die sich nur in Details unterscheidet wie beim VW Polo und Audi A1) jedoch in letzter Zeit kein fesselndes Design durchgehen ließ, lahmten die Mercury Autos der Konkurrenz von Dodge, Oldsmobile und Buick optisch in meisten Fällen hinterher. Somit blieben der Mercury Division nicht nur die Kunden fern, sie kauften auch kein Ford-Produkt mehr, sondern lieber Modelle anderer Konzerne. Mangelnde Kundetreue war für Ford hier zwar immer ein größeres Problem als für GM oder Chrysler, doch wurde der Misserfolg im Mai schließlich untragbar.

Mercury Autos veraltet und wenig ansprechend

Warum niemand ein Produkt von Ford-Mercury kaufen wollte? Möchten Sie, verehrte Leser mit dem Mercury Grand Marquis ein komfortables, großes Auto haben, das in seiner aktuellen Form 1992 auf den Markt kam? Nein, na dann vielleicht ein Midsize SUV wie den Mercury Mountaineer? Immerhin erst seit 2001 auf dem Automarkt. Moderner sind der Mercury Mariner und der Milan, die beide 2005 vorgestellt wurden, letzterer ist sogar mit Hybridantrieb erhältlich, doch sorgt optisch für soviel Beifall wie hierzulande der VW Bora/Jetta.

Legendäre Modelle: Shoebox-Mercs, Mercury Cougar und Mercury Comet

Nachdem GM Oldsmobile sowie Pontiac und Chrysler Plymouth eingestellt hat, trauern nun die Fans des Götterboten mit den geflügelten Sandalen. Die rasanten Mercury Cougar und Mercury Comet, die die Muscle Car Wars der 1960er und 70er machten dem schnellen Namensgeber alle Ehre. Für großes Trara sorgten die Shoebox-Mercs von 1949 bis 1951, die als radikaler Nachkriegsentwürfe galten. Dem Anspruch der gehobeneren Mitteklasse wurden wiederum besonders die Modelle Grand Marquis, Montego, und Cougar der mittleren und späten 70er mehr als gerecht. Und nun ist, nach Frontantrieb und Ideenlosigkeit, Schluss. Mercury, Rest in Peace!