Absatzeinbruch bei PSA Citroen Peugeot

Wirtschaftskrise bewirkt schweren Verkaufsrückgang

Peugeot und Citroen müssen herbe Verluste hinnehmen.

Absatzeinbruch bei PSA Citroen PeugeotAbwärtstrend bei PSA (Quelle: flickr / Christian Frausto Bernal)

Obwohl der Französische Autokonzern in China und Deutschland Marktanteile sichern konnte, sind dem zweitgrößten Autohersteller Europas die Absätze massiv abgesackt. So seien die Verkäufe auf 1,39 Mio. PKW abgesunken, was einem Rückgang von 17,5 Prozent entspricht. Inklusive der Lieferwagen ging der Absatz um 14 Prozent auf 1,59 Mio. Kraftwagen zurück. Gleichzeitig stieg der Ersatzteilmarkt um etwa 20 Prozent an, wie PSA am 7. Juli in Paris mitteilte.

Ein bis zwei Milliarden Euro Verlust wahrscheinlich

Falls Fortuna großes Einsehen habe, betrage der europäische Marktverlust 12 Prozent, so der Familienkonzern weiter. Bereits 2008 beliefen sich die roten Zahlen auf 340 Mio. Euro, für dieses Jahr erwarten die Franzosen einen operativen Verlust von ein bis zwei Milliarden Euro. Selbst enorme Finanzspritzen von drei Milliarden Euro von staatlicher Seite und weitere 400 Mio. Euro von der europäischen Investitionsbank helfen PSA nicht, zu einem positiven Ergebnis zu gelangen.

Absatzrückgang in Europa und Lateinamerika

Konkret belaufen sich die Rückgänge in Europa von 1,3 auf 1,05 Mio. abgesetzte Personenfahrzeuge und leichte Lastwagen. Der Marktanteil von Citroen und Peugeot stagniert somit bei 13,6 Prozent. Mittelamerikas Markt gab ebenfalls keinen Grund zur Freude. Dort sanken die Verkäufe von 142.000 auf 113.000 Fahrzeuge beider Gattungen. Grund zum Aufatmen versprach lediglich das chinesische Marktgeschehen. Ein Absatzaufschwung von 104.000 auf 118.000 Kraftwagen bedeutet im Reich der Mitte einen wertvollen Marktzuwachs von satten 18,4 Prozent.