Audi erwägt Zusammenarbeit mit Daimler

Ingolstädter Elektrobeteiligung geplant

Audi will ins Batterie-Entwicklungsprogramm bei Daimler-Benz einsteigen

Audi erwägt Zusammenarbeit mit DaimlerRinge und Stern kooperieren (©flickr / Maia og Jostein)

Die VW-Konzernmarke Audi prüft eine Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Hersteller Daimler bei der Entwicklung von Lithiumionen-Batterien, wie das Fachblatt „Auto, Motor und Sport“ mitteilt. Dem Bericht zufolge hegen die Ingolstädter den Gedanken an eine Beteiligung am Automobil-Zulieferer Deutsche Accumotive.  In dem von Daimler und dem Industriekonzern Evonik gegründeten Unternehmen sollen ab 2011 Lithiumionen-Batterien produziert und ab 2012 in einzelnen Modellen von Mercedes-Benz eingesetzt werden.

Vorerst keine alternativen Antriebe bei Audi

Aktuell spielen Hybridantriebe oder gar reine Elektroautos für den Ingolstädter Traditionsbetrieb aber noch keine Rolle. Auch ohne diese aufwendigen Technologien will die Marke Audi in den nächsten drei Jahren die Kohlendioxid-Emissionen des gesamten Portfolios auf unter 140 Gramm pro Kilometer senken. Neben Downsizing und optimierten Getrieben soll dieses Ziel vor allem mit Leichtbau erreicht werden. Audi-Entwicklungsvorstand Michael Dick sieht bei einzelnen Modellen das Potenzial von bis zu 200 Kilogramm Gewichtsersparnis. Auto, Motor und Sport mutmaßt zudem, dass ein Audi auf die noch nicht gebrandete Hybridwelle aufspringen und ein R8-Konzept mit mindestens unterstützendem Elektromotor gebaut werden soll. Erst kürzlich hatte der mögliche Projektpartner Mercedes mit einem Voll-Elektro-Allrad-Sportler namens AMG SLS e-drive für Schlagzeilen gesorgt.