Auto-Export: Das Statistische Bundesamt informiert

Wohin gehen gebrauchte Export-Autos?

Kaufe Ihr Auto für Export – diese Visiten karten kennen die meisten von ihren Fahrzeuge, vor allem wenn diese in zweistelliges Alter kommen. Was aber sind die Ziele des Auto Exports?

Auto-Export: Das Statistische Bundesamt informiertAuto-Export von Unfallwagen ©flickr / joepyrek

Der Auto-Export von Gebrauchtwagen nach Afrika wuchs im vergangenen trotz Abwrackprämie um 12.700 auf insgesamt 79.600 Fahrzeuge um 19,1 Prozent an. Vergleichen mit dem am Gesamtexport, suchte jedes fünfte Auto aus Deutschland Asyl vor dem Schredder in Afrika. Die westafrikanischen Staaten Benin und Nigeria stellten mit 28.800 bzw. 18.500 Fahrzeugen klar die Hauptabnehmer der Gebrauchtwagen-Exporte dar.) Beide Staaten konnten aufgrund der Reederei-Routen und der weiterhin großen Nachfrage im afrikanischen Auto-Business als wichtigste Zielregion des Auto-Imports mit Zuwächsen von 28,0 % bzw. 25,1 % mehr Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr ihre Stellung ausbauen.

Import-Autos für Afrika besonders günstig

389.200 Gebrauchtwagen mit einem Wert von 4,508 Milliarden Euro verließen Deutschland im Jahr 2009 in alle Welt, gab das Statistische Bundesamt (Destatis) jüngst bekannt. Vergleichen mit dem Jahr 2008 sanken die Exporte allerdings um insgesamt 68.500 Stück bzw. 15,0 %. Was in Afrika als Import-Autos ankam, war bei einem durchschnittlichen Wert von 2.200 Euro im Vergleich zu den anderen Exportzielen relativ günstig: Fahrzeuge für den US-Export wiesen einen Durchschnittswert von 29.200 Euro auf, nach Europa gehandelte Gebrauchtwagen 16.600 Euro und Pkw für den asiatischen Automarkt 3.900 Euro. Weltweit nimmt immer noch Italien die meisten Gebraucht-Kfz aus Deutschland ab. Es folgen die Staaten Benin, Weißrussland, Frankreich und Turkmenistan.

Auto Export 2009 nach Osteuropa rückläufig

Der Auto-Export legte 2009 mit Zuwächsen von 55,3 % nach Turkmenistan, 195 % nach Afghanistan sowie 122,6 % in den Libanon im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich stark zu. Starke Rückschläge verzeichneten die Ausfuhren in die Russische Föderation. Sie gingen gegenüber 2008 um 81,1 Prozent bzw. 33.100 Fahrzeuge zurück. Grund hierfür dürften die Anfang 2009 in Russland gestiegenen Zölle für den Auto-Import sein; ein Versuch die kollabierende einheimische Kraftfahrzeug-Produktion zu schützen. Allerdings wurden auch in Polen und Rumänien 49,7 % bzw. 65,3 % erheblich weniger Gebrauchtwagen wurden gegenüber dem Vorjahr im Autohandel verkauft. Hier sollten eher günstige Neuwagen wie der Dacia Logan als Ursache gesehen werden.