Auto-Krise erreicht auch Zulieferer Bosch

Entlassungen können nicht ausgeschlossen werden

Die Autokrise macht auch vor dem weltgrößten Zulieferer Bosch nicht halt. Auch bei Bosch könnte ein weiterer Stellenabbau notwendig werden.

Auto-Krise erreicht auch Zulieferer BoschDie Autokrise setzt Bosch zu (Quelle: flickr / Christian Heindel

Bosch ist bestrebt, so viele Arbeitsplätze wie möglich in der Krise zu erhalten, wie Bernd Bohr, der Chef der Automobilsparte von Bosch, am Dienstag (16.6.) mitteilte. Dennoch müssten geeignete Maßnahmen getroffen werden, sollte der Negativtrend in der Wirtschaft anhalten.

„Es wird nicht schlechter. Aber wir sehen auch keinen gravierenden Trend nach oben“, erklärte Bohr laut „auto-motor-sport.de“ weiter.

Umsatz von Bosch um 35 Prozent zurückgegangen

Im ersten Quartal dieses Jahres musste der Autozulieferer Bosch bereits einen Umsatzeinbruch von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Auch der Mai war für das Unternehmen nicht erfolgreicher. Bosch muss nun bei einem Anhalten der Flaute auf dem Automobilmarkt in Zukunft erstmals auch mit roten Zahlen rechnen. Der Autozulieferer erwirtschaftet annähernd 60 Prozent seines Umsatzes in der Automobilbranche.

Bosch könnte erstmals in die roten Zahlen rutschen

Als Reaktion auf den Umsatzrückgang hatte Bosch im Ausland bereits 3.000 Stellen abbauen müssen. Derzeit sind weltweit noch 93.000 Menschen bei Bosch beschäftigt. Weitere Entlassung kann die Unternehmensleitung nach der derzeitigen Lage nun nicht mehr ausschließen.