Chrysler und Nissan planen Zusammenarbeit

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Pressesprecher von Nissan und Chrylser kündigten in der vergangenen Woche an, für die jeweils andere Marke Fahrzeuge produzieren zu wollen.

Chrysler und Nissan planen ZusammenarbeitDodge Ram in viertüriger Ausführung und in passendem Ambiente

Für Nissan wäre dies nicht die erste und einzige Allianz in ihrer Firmengeschichte: Bereits Ende der Neunziger Jahre ging die Firma im Zuge wirtschaftlicher Probleme eine technische Zusammenarbeit mit Renault S.A. ein. Chrysler wird für Nissan in Mexico einen Pick-Up herstellen, der auf dem Ram basiert. Im Gegenzug stellt Nissan für Chrysler in Japan einen Kleinwagen her.
Der Plan könnte auch für europäische Kunden interessant werden, denn beide Modelle sollen ebenfalls auf dem Kontinent verkauft werden. Zumindest dem Ram (Foto) sieht man aber an, dass er vor allem für den nordamerikanischen Markt konzipiert wurde: Das zwei- bzw. viertürige Modell ist mit 5,2 bzw. 6,3 Metern weit größer als die meisten in Deutschland verkauften Pick-Ups. Die monströse Motorisierung von bis zu 506 PS dürfte auf dem europäischen Markt nicht angeboten werden. Aber auch in den kleineren Ausführungen passt der Ram eigentlich nicht zum Zeitgeist. Anders sieht es bei dem von Nissan produzierten Kleinwagen aus. Zwar ließen Chrysler und Nissan nicht verlauten, um welches Modell es sich genau handelt. Da der Micra aber einerseits bereits in Deutschland verkauft wird, andererseits die technische Plattform mit dem Renault Clio teilt, könnte man stattdessen auf den Versa / Tiida zurückgreifen. Dieser wird zwar auch hier angeboten, hat aber keine so bedeutende Stellung auf dem Markt. Damit wäre Chrysler seit längerer Zeit endlich wieder in Deutschland im Geschäft; Seitdem die Produkt des Roadster Crossfire – der in Osnabrück von Karmann hergestellt wurde – auslief, hat die Marke kein erfolgreiches Modell mehr im Mitteleuropa angeboten.