Dacia Sandero Stepway

Crossover mit Gelände-Ambitionen

Der rumänisch-französische Hersteller besonders preisgünstiger Fahrzeuge erweitert seine Produktpalette erneut: Nach Logan, Logan MPV, Sandero GPL und der Studie Young Activity Van III bereichert der geländetauglichere Dacia Sandero Stepway das Portfolio.

Dacia Sandero StepwayDacia Sandero ©flickr / homard.net

Mit dem Sandero Stepway schlägt Dacia in die Nische, die der Lada Niva bisher allein innehielt: besonders preiswerte Geländewagen. Doch im Gegensatz zum N iva, der stets Optik und Fahrverhalten eines Waldschrats offenbarte, dafür aber problemlos quer durch den Wald kam, fährt der Sandero Stepway im Casualdress lieber am Wald vorbei, als sich dreckig zu machen und – durchaus nicht unwahrscheinlich – stecken zu bleiben.

Dacia Sandero mit Frontantrieb

Dacia hat die preisbewussten, jungen Dynamiker als Zielgruppe angepeilt, die nie die schlimmstenfalls geschotterte Straße verlassen mögen. Denn wie bei den meisten Konkurrenten  dieser Preisklasse – außer dem Niva – findet sich Geländetauglichkeit genauso selten wie ausgeprägte Sportsgene. Dacia hat die Bodenfreiheit des regulären Sandero um 20 auf nun 175 mm angehoben, in Verbindung mit dem ausschließlich erhältlichen Vorderradantrieb dürfen die Wege also weder besonders steil, holprig, matschig oder überflutet sein. Damit niemand Schwierigkeiten bekommt, die Sitze zu erklimmen, trägt der Möchtegernkraxler Trittbretter, die wie die Dachreling im Look von satiniertem Chrom dezent glänzen.

Crossover Sandero Stepway optisch geländetauglich

Im Dacia Sandero Stepway gibt es statt Winde und Rammbügel optischen, sprich funktionslosen Unterfahrschutz vorn und hinten in Mattchrom-Optik sowie Komfortausstattung, die sich mit dem städtischen Leben vereinbarer erweist, so etwa  die aus der Sandoro-Trimmlinie „Ambiance“ bekannten Zentralverriegelung und hydraulische Servolenkung. Für den Auftritt auf auf dem nächtlichen Boulevard kommen noch Nebelscheinwerfer hinzu, weitere Annehmlichkeiten lassen sich aufpreispflichtig auf der Optionsliste des preiswertesten Crossover-Modells finden. Für ein wenig Credibility sorgen robust anmutende Stoßfänger und Radlaufschutzleisten aus schwarzem Kunststoff.

Sandero Stepway ab Oktober 2009 erhältlich

Dass der Sandero Stepway als 1.6-l-87-PS-Benziner sich jedoch in der Stadt bei einem Leergewicht von 1.170 kg satte 10,2 Liter Super genehmigt, ist noch weniger zeitgemäß als die Euro-4-Abgasnorm. Letztere hat zwar der Commonrail-Diesel mit 68 PS, der städtisch nur 6,2 l konsumiert. Damit die Pneus der 16-Zoll Leichtmetallräder nicht allzuviel Erfahrung mit unbefestigtem Geläuf machen, spendiert Dacia das Antiblockiersystem Bosch 8.1 der neuesten Generation sowie einen Bremsassistent, der den Bremsweg in Gefahrsituationen verringert. Ab Oktober stehen Dacias Gelände-Schnäppchen beim Händler bereit, der Benziner folgt für mindestens 9.900 Euro, der Diesel für 11.290 Euro nach hause. Wenn es denn sein muss auch durch den Wald.