Dodge Viper – das Beißen hat kein Ende

Viper wird trotz Übernahme von Fiat weitergebaut

Fans des Brutalosportlers SRT-10 können aufatmen

Dodge Viper – das Beißen hat kein EndeSportversion ACR mit Thekenbetrieb (Quelle: flickr / Kevin.Ward)

Anfangs war im Zuge von Einsparungen und Sanierung vom Hauptquartier in Auburn Hills angedacht, die Giftschlange einzustellen. Doch wurde man sich bei der inzwischen 20-jährigen Tradition gewahr und änderte daher bei der aus dem Verbund mit Fiat hervorgegangenen Chrysler Group LLC den Kurs. Dodge-Vorstandschef Mike Accavitti erklärte, man sei sehr stolz über das Fortbestehen des Supersportwagens.

Viel Kraft für kleines Geld in der Viper

Gehen Sie los und suchen einen Sportwagen, der ähnlich viel Leistung günstiger bietet. Finden werden Sie da nicht viel, allenfalls die Corvette ZR1. Europäische Wagen mit 600 PS für etwa 100.000 Euro? Fehlanzeige. Zu allem Überfluss verzichtet die Viper auch noch auf die elektronische Eingreiftruppe. Ein Abflug lässt sich im Dodge nicht durch plötzlich regelndes ESP entschuldigen. Das hat zumindest den positiven Nebeneffekt, dass wo nichts ist, auch nichts kaputt gehen kann.

Kein Understatement im Dodge

Wer unauffällig unterwegs sein möchte, steigt gar nicht erst ein. Den nur rudimentär gedämmten Sidepipes entweicht tosender V10-Sound beim Gasgeben. Dank 760 Nm Drehmoment durchdrehende Reifen noch im 4 Gang. Schwarze Streifen bei jedem nicht 100-prozentigem Ampelstart. Ein Heckflügel in der ACR-Version, gegen den selbst das Riesenbrett des Lamborghini Countach nicht erwähnenswert scheint. Sie lieben neidische wie abschätzige Blicke? Quetschen Sie sich in die knackig couturierten Sportsitze der Viper SRT-10!

Viper – prestigeträchtiger Verkaufserfolg

25000 Viperfans can´t be wrong! Dirigieren Sie das amerikanische Urgestein in seiner ganzen Kompromisslosigkeit. Verlangen Sie nicht nach Sequentieller Schaltung oder gar Automatik. In der SRT-10 findet noch ehrbares Handwerk statt, mit Sechsgangschaltung und Kupplung entscheiden Sie über Traktion oder Rauch für die 345er Walzen im Viperheck. Doch bewahren Sie trotz Innenraumaufheizung einen kühlen Kopf – Als Rennversion ACR zischt die Viper in nur 7:22 min über die Nordschleife des Nürburgrings.

Zeit ist Geld in der SRT-10

Insgesamt erweist sich die SRT-10 als sehr gelungenes gesamt Konzept. Mit 8,4 l Hubraum hat der Bigblock mit 10 Zylindern mehr Inhalt als das, was Kleinwagen auf 100 km verbrauchen. Dass der Verbrauch der Viper mit mindestens 20 l etwas größer ausfällt, ist der schieren Leistung allerding angemessen und bei der Konkurrenz auch nicht anders. Glücklicherweise sparen Sie mit dem Sportwagen aus dem Hause Dodge wertvolle Zeit von Null auf auf Hundert. Nach 3,8 sec fahren Sie dreistellig oder reißen die Viertelmeile in 11,5 sec runter. Wenn dabei mehr als 30 l durch die Einspritzdüsen rauschen, lächeln Sie souverän. Mit dem geringen Einstandspreis ist das problemlos kompensiert.