Dreipunkt-Sicherheitsgurt von Volvo wird 50

Sicherheitsgurt rettete das Leben von über einer Million Menschen

Am 13. August 1959 wurde bei einem Volvo Händler in Kristianstad das weltweit erste Automobil mit serienmäßigem Dreipunkt-Sicherheitsgurt ausgeliefert – ein Volvo PV 544, auch Buckel Volvo genannt. Mit Anlegen des Gurtes sinkt das Risiko eines tödlichen Unfalls oder einer schweren Verletzung bei einem Zusammenstoß um mehr als 50 Prozent.

Dreipunkt-Sicherheitsgurt von Volvo wird 50Dreipunktgurt anlegen! ©flickr / Bob McCaffrey

Bis heute ist der Dreipunkt-Sicherheitsgurt die wichtigste Sicherheitseinrichtung im Fahrzeug. Er ist die am häufigsten genutzte und wichtigste Sicherheitsinnovation in der mehr als 120-jährigen Geschichte des Automobils. Es ist der Gurt, der Mensch und Fahrzeug verbindet und die Insassen im Fall eines Aufpralls wirkungsvoll zurückhält. Gleichzeitig sorgt der Gurt dafür, dass die Passagiere nicht durch den Innenraum oder aus dem Fahrzeug heraus geschleudert werden.

Funktionsweise des Sicherheitsgurts

Der Gurt musste die Kräfte an der richtigen Stelle absorbieren, und zwar am Becken und an der Brust, also dort, wo der Körper am stärksten ist. Die wichtigste Idee des Designs vom ehemaligen Luftfahrtingenieur Nils Bohlin war, dass sein System sowohl einen Beckengurt als auch einen diagonalen Körpergurt beinhaltete. Hinzu kam, dass die Gurte an niedrigen Verankerungspunkten neben dem Sitz befestigt waren, der untere Punkt der V-förmigen Geometrie auf den Boden wies, der Gurt seine Position beibehielt und sich auch unter Belastung nicht bewegte. Prinzipien, die bis heute unverändert gelten.

Drei-Punkt-Gurt weiterhin wichtige Sicherheitseinrichtung

Heute sind Automobile in aller Welt mit dem Dreipunkt-Gurt ausgestattet. Der moderne Sicherheitsgurt ist die Basis im Fahrzeug-Innenraum und interagiert mit anderen Sicherheitseinrichtungen wie Airbags, Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern. Im Fall eines Aufpralls positioniert sich der Gurt automatisch richtig, die Gurtstraffer spannen ihn über den Oberkörper, und er entfaltet seine Wirkung genau im richtigen Moment, so dass der Körper so sanft wie möglich zurückgehalten werden kann.

Dreipunktgurt-Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Seit 50 Jahren rettet der Sicherheitsgurt Menschenleben, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, und jedes Prozent mehr Nutzung unter den Verkehrsteilnehmern macht einen großen Unterschied. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in den USA eine Steigerung der Anschnallquote von einem Prozent pro Jahr 270 Leben rettet. Statistiken für Europa zeigen, dass weitere 7.000 Leben gerettet werden könnten, wenn jedes EU-Mitgliedsland die gleiche Anschnallquote hätte wie das diesbezüglich beste Land. Mehr ist jedoch erreichbar: Noch größer ist das Potenzial in Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas, wo die Zahl der Fahrzeuge rapide zunimmt, aber die Anschnallquote des Gurts niedrig ist.