Elektro-Mini von BMW nun in München

Beim Elektro-Mini kooperieren BMW und Eon

Mit dem Mini E will BMW Erfahrungen für die Massenproduktion sammeln

Elektro-Mini von BMW nun in MünchenBald: Elektro Mini E (©flickr / GeeSeeBee)

Der Automobilhersteller BMW hat in München dem Energieversorger Eon 15 Fahrzeuge des Typs Mini E überreicht. Es ahndelt sich dabei um reine Elektroautos. Eon sieht vor, in München ein Netz von Ladestationen in Betrieb zu nehmen; die erste Doppel-Stromtanksäule ist im Innenhof des Deutschen Museums in München schon errichtet worden. Mit dem gemeinsamen Projekt sollen in den nächsten zwölf Monaten Erkenntnisse für die Serienproduktion gesammelt werden.

Elektro Minis mit Akkus in L.A. unterwegs

BMW startete sein Elektro-Projekt in Los Angeles schon im November 2008. In Kaliforniens Smog-bekannter Großstadt fuhren 500 für ein Jahr geleaste Mini E. Weitere 50 Elektro-Minis erprobte der Bayerische Konzern ab Februar des Jahres 2009  in der Bundeshauptstadt. Doch auch die Bayern selber sollen in den Genuss des elektrischen Straßenverkehrs kommen: In der nächsten Testphase sollen die 15 Elektrofahrzeuge in den kommenden zwölf Monaten im Münchner Alltag bewegt werden und Daten sammeln. Die mit dem Feldversuch Elektromobilität gewonnenen Kenntnisse will BMW in die Serienherstellung einfließen lassen.

Elektro Mini kein Cooper, aber trotzdem fix

Ein nominell ziemlich kräftiger Elektromotor mit einer Leistung von 150 kW treibt die Elektro-Minis an. Sein maximales Drehmoment liegt bei nicht weniger ordentlichen 220 Nm, sodass der Mini E an de Ampel mit Sicherheit kein Verkehrshindernis darstellen sollte. Die zum Fahrbetrieb benötigte Energie wird aus den aus Handys bekannten Lithium-Ionen-Akkumulatoren gezogen. Mit ihrer für Stadtwagen großen Kapazität sollen die Akkus eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern ermöglichen. Für neuen Strom können die Minis eine der insgesamt 15 Ladestationen aufsuchen, die der Energiekonzern Eon in der bayerischen Landeshauptstadt aufgebaut hat. Zur Stimmigkeit des Projektes soll die dabei genutzte Elektrizität  vor allem aus regenerativen Ressourcen, hauptsächlich aus Wasserkraft stammen.

Elekto Mini bald auch im United Kingdom

Gegenüber dem Fachblatt Auto, Motor und Sport tat BMW-Vorstand Klaus Draeger einen Blick in die Zukunft: „Weltweit werden in den kommenden Monaten mehr als 600 Kunden Erfahrungen mit dem Mini E im ganz normalen Alltag sammeln können.“ Unter anderem plant BMW im Mini-Herkunftsland Großbritannien einen besonders groß angelegten Versuch im Flottenbetrieb. Ob die London-Taxis Konkurrenz bekommen?