Hilfe für Porsche aus Katar

Emir gibt mündliche Zusage für Einstieg

Der Emir von Katar soll Wendelin Wiedeking, dem Chef des Autobauers
Porsche, eine mündliche Zusage für einen Einstieg bei Porsche gegeben
haben. Einen Vertrag soll es noch nicht geben.

Hilfe für Porsche aus KatarHilfe für Porsche aus Katar? (Quelle: flickr / basheertome)

Wie der „Focus“ berichtete, hat der Emir von Katar nun eine mündliche Zusage gegeben, dem hochverschuldeten Sportwagenhersteller Porsche zu helfen. Einen schriftlichen Vertrag für einen Einstieg des möglichen Investors gebe es aber noch nicht, wie es weiter hiess.

Porsche kämpft mit neun Milliarden Euro Schulden

Porsche hatte sich bei der geplanten Übernahme von VW massiv verkalkuliert und einen Schuldenberg von insgesamt rund neun Milliarden Euro angehäuft. Seit Monaten nun ist Porsche auf der Suche nach neuen Geldquellen. Neben der Suche nach neuen Investoren steht Porsche zudem in Verhandlungen mit einigen Banken und hat bereits Zusagen für insgesamt 10,75 Milliarden Euro an neuen Krediten erhalten. Porsche strebt eine Kreditsumme von 12,5 Milliarden Euro an. Die Differenz von 1,75 Milliarden Euro hat Porsche bei der KfW-Bank beantragt.

Einstieg von Katar würde auch VW betreffen

Für einen Einstieg des Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) benötigt das Unternehmen jedoch eine Kapitalerhöhung. Zudem würde dieser Schritt auch VW betreffen, da Porsche nebst einer Option über 24 Prozent der Anteile bereits 51 Prozent von VW hält. Eine mögliche Fusion beider Autobauer ist allerdings auch noch nicht vom Tisch.