Kleinwagen sind der Trend auf dem 78. Genfer Auto-Salon

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Dieses Jahr glänzt der Genfer Autosalon nicht nur mit Luxuswagen und ausgefallenen Konzeptstudien: Ein wichtiger Schwerpunkt sind sparsame und günstige Klein- und Kleinstwagen.

Kleinwagen sind der Trend auf dem 78. Genfer Auto-SalonDer neue Fiesta wird ab diesem Herbst beim Händler stehen

Am konsequentesten verkörpert der Dacia Sandero diesen Trend. Die im Besitz von Renault befindliche rumänische Marke hat wohl zur Zeit die preisgünstigsten Angebote aller europäischen Hersteller. Der Kleinwagen Sandero treibt diesen Trend mit einem voraussichtlichen Kaufpreis von nur 8000 Euro auf die Spitze. Dacia präsentiert hier also eine überzeugende Antwort auf den sich abzeichnenden Trend der Billautos: Der indische Hersteller Tata will auf seinem Heimatmarkt einen Wagen für nur 1700 Euro anbieten , und auch Opel plant ein Auto für die City mit einem Kaufpreis deutlich unter 10000 Euro . Dabei muss die Sicherheit allerdings schon ein bisschen leiden: Zwar wartet der Sandero mit zwei Airbags auf. Das Sicherheitssystem ESP, welches nach neuesten Erkenntnissen ein sehr wichtiger Beitrag zur Unfallvermeidung wäre, ist hingegen nicht einmal gegen Aufpreis erhältlich.

Mit dem Ford Fiesta und dem VW Scirocco werden außerdem zwei Klassiker fortgeführt, die schon seit den Siebziger Jahren auf unseren Straßen zu Hause sind. Während die neue Generation des Fiesta an sich schon Mitte Februar vorgestellt wurde, präsentiert Ford in Genf die neue fünftürige Variante. Beim Design ist noch etwas mehr als beim Vorgänger auf eine schnittige und dynamische Gesamtform geachtet worden, und auch die Verbrauchswerte sollen gesunken sein. Insgesamt aber bietet Ford hier aber vor allem behutsame Modellpflege. Opel hat sich wie gesagt den Einstieg in das Tiefpreissegment mit Kleinstwagen vorgenommen. Auf dem Auto-Salon zeigt sich, wie dieses Ziel in 2008 weiter verfolgt werden soll: Mit dem neuen Agila. Mit einem Gewicht von nur 1050 Kilogramm verbraucht der Wagen auch in der stärkeren Ausführung mit 86 PS (Basismotorisierung 65 PS) nur 5,5 Liter. Der Agila kommt in der Basisausstattung auf knapp unter 10.000 Euro und kann sich damit zum Beispiel mit dem ebenso günstigen Citroen C1 messen. Wie AutoBild aber richtig bemängelt, hat man dafür auch weniger als die sonst übliche Minimalausstattung: Nicht einmal ein Autoradio ist vorhanden.