Kommunikation unter Autos

Datenaustausch von Straßeninformationen

Mercedes und andere Hersteller planen untereinander kommunizierende Fahrzeuge

Kommunikation unter AutosRedende Autos bald nicht nur im Film (© flickr / fergie_lancealo

Wissen, welche Gefahren auf den nächsten Straßenkilometern erwarten, ohne auf den Verkehrsfunk angewiesen zu sein. Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber ließ verlauten, dass dies keine unlösbare Utopie, sondern nahe Zukunftsmusik sei. So sollen Autos wichtige Nachrichten wie Staus, Glätte oder Nebel an nachfolgende Fahrzeuge per Funk weiter kommunizieren. Weber berichtet weitere, dass momentan mehrere Autohersteller an herstellerübergreifenden Kommunikationssystemen laborieren, die einen solchen Austausch ermöglichen. Besondere Vorteile sieht er im Sicherheitsgewinn: „Wie oft wünsche ich mir, dass ich zehn Kilometer vorausschauen kann, um zu sehen, ob der Verkehr noch fließt oder schon steht. Wenn ich weiß, was hinter der Kurve kommt, kann ich meine Fahrentscheidungen bereits vor der Kurve darauf ausrichten und bin dadurch sicherer unterwegs.“

Autokommunikation in wenigen Jahren testreif

Dennoch macht sich Weber keine Illusionen, was die Machbarkeit angeht, wenn nicht synergetisch und weitere Institutionen integrierend vorgegangen wird: „Um den Kunden diese Systeme möglichst schnell anbieten zu können, arbeiten wir intensiv mit anderen Automobilherstellern und auch mit der Politik in öffentlichen Forschungsprojekten zusammen“, teilte Weber weiter dem Magazin auto motor und sport mit. „Denn hier muss es mindestens eine europäische Lösung für die Standardisierung geben. Ideal wäre natürlich eine weltweite Normung etwa der Kommunikationsschnittstellen.“ Weber rechnet mit ersten Umsetzungen derartiger kommunikationsbasierter Assistenzsysteme in wenigen Jahren.