Mercedes-Studie E-Cell Plus

Auf IAA 2009 B-Klasse mit Hybridantrieb

Der Elektromotor der Mercedes-Studie E-Cell Plus stemmt kräftige 136 PS. Mit dieser Leistung erreicht die bronzefarbene B-Klasse eine Spitzengeschwindigkeit von 150 km/h schnell und geht in elf Sekunden von null auf hundert. Das im Übrigen 100 Kilometer weit emissionsfrei.

Mercedes-Studie E-Cell PlusMercedes E-Cell Plus ©Mercedes Benz

Der flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Akku des Mercedes E-Cell Plus verfügt über einen Energiegehalt von 17,50 kWh. Mit einer Ladeleistung von heftigen 20 kW kann der Fahrer des E-Cell Plus in einer halben Stunde die Energie für eine Reichweite von 50 Kilometern speichern, nach einer Stunde Ladezeit liegen die maximalen 100 Kilometer an. Für die Aufladung in der Nacht ist eine haushaltsübliche Steckdose mit 3,3 kW ausreichend. Damit benötigt der E-Cell Plus jedoch sechs Stunden, um am Morgen voll einsatzbereit zu sein. Intelligente Ladestationen und Abrechnungssysteme von Stromtankstellen werden über ein serienmäßiges Elektroniksystem im E-Cell Plus mit den nötigen Daten versorgt. 

E-Cell Plus Präsentaion auf IAA 2009

Sollten 100 Kilometer nicht ausreichen, schaltet sich im E-Cell Plus der Benzinmotor zu und erhöht die Reichweite auf bis zu 600 Kilometer. Der 1,0-Liter-Drei-Zylindern mit Turboaufladung liefert bei 3.500 Umdrehungen 68 PS und ist in der Nähe der Hinterachse verbaut. Während des Fahrens regeneriert der Ottomotor die Akkus in Mercedes Concept Car. In Verbindung mit dem vollelektrischen Betrieb erreicht der E-Cell Plus so einen sehr niedrigen CO2-Ausstoß von lediglich 32 Gramm pro Kilometer. Auf der IAA 2009 präsentieren die Stuttgarter ihr Konzept dem Publikum.

Mercedes B-Klasse mit Elektromotor

Dank des Sandwichbodens aus der serienmäßigen Mercedes B-Klasse ist es möglich, die Antriebskomponenten in den Boden des Minivans zu verlagern. Dies resultiert in fünf vollwertigen Sitzplätzen. Zudem avanciert der Mercedes E-Cell Plus mit etwa 450 kg erlaubter Zuladung und über 500 Litern Kofferraumvolumen zum uneingeschränkt nutzbaren Familienwagen. Durch den Systembaukasten mit Modul-Technik ist es Mercedes möglich, das im Januar 2009 auf der Detroit Motor Show gezeigte Konzeptauto E-Cell mit komplett elektrischem Antrieb, den E-Cell Plus und den schon in Serie produzierten F-Cell mit Brennstoffzellen-Antrieb auf dem gleichen Karosserie-Chassis-Entwurf zu fertigen.