Mercedes und BMW treten Talfahrtsbremse

Juni-Verschnaufpause im Absatzkampf für Daimler und BMW

Steigende Verkäufe gegenüber Mai – Experten weiterhin angespannt

Mercedes und BMW treten TalfahrtsbremseBenzabsätze gehen weiter baden. (Quelle: flickr / markus.hoppe)

Nach Monaten des drastisch zurückgehenden Absatzes können die Hersteller aus Stuttgart und München aufatmen. Im Juni konnten beide Marken ihren Absatzrückgang um je rund sechs Prozent senken. Trotz bestehender Wirtschaftskrise erwarten Experten beider Unternehmen zaghaft wachsende Verkaufszahlen in der zweiten Jahreshälfte

Mercedes profitiert von E-Klasse

Die Stuttgarter melden für den Juni 111.300 verkaufte Einheiten in der PKW-Sparte, was einen Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber dem Juni 2008 ausmacht. Im Mai betrug der Verlust noch 12,4 Prozent. Mercedes erklärte dies mit der Markteinführung der neuen Limousine der E-Klasse. Hier stiegen die Verkäufe um zwei Prozent auf 19.800 Fahrzeuge. Zudem stellte das Unternehmen eine weiterhin steigende Marktentwicklung in China und deutliche Erholung des westeuropäischen Absatzes fest.

BMW im Würgegriff der Krise

Im Gegensatz zum Mai mit minus 18 Prozent zeichnete sich der Juni mit minus 1,7 Prozent, verglichen zum Vorjahr weniger angespannt für BMW an. Konkret äußerte sich das in 127.546 abgesetzten Wagen. Besonders auffällig ist der massive Rückgang der Volumenmodelle X3 (-32,4 Prozent), 3er (-18 Prozent) und 1er (-9,8 Prozent), wobei die größeren, hochpreisigen Fahrzeuge einen leichten Verkaufsanstieg verbuchen konnten. So konnten der 7er und der Crossover X6 sogar ein Absatzplus über dem Vorjahreswert verbuchen. Als typisches Sommerwagen gelang es BMW mit dem Roadster Z4 ebenfalls, steigende Verkäufe zu verzeichnen.