Neuer Kompakt-VW aus Mexiko

VW will Weltauto mit Stufenheck bauen

Milliardeninvestition zur Vorbereitung des ambitionierten Projekts

Neuer Kompakt-VW aus MexikoVW-Händler in Mexiko (Quelle: flickr / el ranchero)

Der Konzern Volkswagen hat beschlossen, im Werk in Puebla einen neuen Kompaktwagen herzustellen, wie die Führung von Volkswagen de México im Beisein von Staatspräsident Felipe Calderón am Montag in Puebla erklärte.

MilliardenInvestition von Volkswagen Mexiko

Laut Mexikos VW-Chef Otto Lindner plant Volkswagen, bis zum Jahr 2010 über eine Milliarde Dollar zu investieren. Die Summe soll sowohl zum Ausbau und zur Modernisierung der Werksanlagen sowie zur hestellung eines neuen Modells, eingestzt werden. Das als „neuer Kompaktsedan“ angekündigte Fahrzeug könnte den aktuellen Polo Classic ablösen und unterhalb des GLI, angesiedelt sein. Wie der Polo Classic ist der GLI eine Stufenhecklimousine auf Golfbasis, jedoch kein Bora. Wegen ihrer Flexibilität sind derart gestylte Kleinwagen besonders in Schwellenländern beliebt. Der Neuling soll wie der New Beetle in Mexiko hergestellt und weltweit verkauft werden.

Offensive auf den amerikanischen Markt

Mexikos VW-Chef Lindner beabsichtigt mit den neuen Kompaktwagen einen Großangriffs auf den amerikanischen Markt zu starten. Der Name des ambitionierten Projekt wurde bisher indes nicht genannt. Schützenhilfe gibt es von Staatspräsident Calderón, der das kompakte Modell als angemessene Antwort auf die Krise sieht. Andere Aussagen wären auch kaum gerechtfertigt, sieht doch die Investition auch die Schaffung von 2.000 Arbeitsplätzen für das vom Drogenkrieg gebeutelte Land vor. Derart aufgestockt würde das Volkswagenwerk Puebla rund 15.000 Personen Arbeit geben. Mit der Milliarden-Investition soll eine Kapazitätssteigerung auf etwa 550.000 Fahrzeuge pro Jahr einhergehen.

VW geht von Produktionssteigerung aus

Pro Tag rollen in Amerikas größtem VW-Werk gut 1.800 Fahrzeuge vom Band, unter diesen der VW New Beetle und der VW Bora/Jetta. Lindners Angaben nach soll die Produktion im etwa 120 Kilometer östlich von Mexiko City gelegenen Werk wieder auf 2100 Einheiten täglich hochgefahren werden. Die globale Wirtschaftskrise bedingte in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres einen Produktionsrückgang von 36 Prozent gesunken. Verglichen mit 2008 gehen die Experten von etwa 30 Prozent weniger verkauften Fahrzeugen für das gesamte Jahr aus.