Opel plant eigenes Billiggauto

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Das „Opel-Citycar“ als Nachahmer des Tata Nano soll nur 8000 Euro kosten.

Opel plant eigenes BilliggautoMomentan (fast) der kleinste Opel: Der Corsa (Q: GM-Europe).

Der Firmenchef Hans Demant sagte in einem Gespräch mit dem Automagazin „Auto,Motor und Sport“, man erwäge die Entwicklung eines Kleinstwagens für den Stadteinsatz. Dabei sollen vor allem neue Wege in der Antriebstechnologie einen günstigen Preis ermöglichen. Konkret denkt Demant daran, sich bei dem Antriebsstrang in der Motorradtechnologie zu bedienen und dazu eventuell mit Zweiradherstellern zu kooperieren. Die Idee kommt einige Wochen, nachdem der indische Autohersteller Tata seinen Kleinstwagen Nano vorstelle, der zumindest in Indien für umgerechnet weniger als zweittausend Euro erhältlich sein soll.

Opel bietet momentan keine Oberklasselimousine an und versucht stattdessen, im mittleren Preisbereich erfolgreich zu sein. Tatsächlich sieht Demant in Kleinstwagen neben kleineren SUVs die größten Marktchancen. Er reagiert damit vermutlich nicht nur auf die Vorstellung des indischen Tata Nano, sondern auch auf die jüngsten Erfolgsprognosen für den Smart in den USA. Den Mini-SUV will Opel auf Basis des Corsa bauen. Es wäre dann so etwas wie der Nachfolger der geländegängigen Golf-II-Version, die VW Ende der Achtziger Jahre entwickelte.

Ein weiteres Argument für Opel: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der eigenen Produktpalette würde durch die Einführung eines Kleinstwagens auch ohne spektakulär effiziente Motoren sinken. Dies könnte Opel wiederum vor den empfindlichen Strafzahlungen bewahren, die den deutschen Autoherstellern nach einem Entscheid des Europäischen Parlaments drohen. Trotz zurückgehener Absätze ist Opel mit einer erneuerten Produktpalette und einem spritzigeren Design nach wie vor in der Gewinnzone.