Rallye Paris-Dakar abgesagt

Organistatoren reagieren auf Terrordrohungen.

Unter dem Eindruck direkter Terrordrohungen und einem Überfalls auf französischen Touristen in haben sich entschlossen, die berühmte Wüstenrallye in diesem Jahr ausfallen zu lassen.

Rallye Paris-Dakar abgesagt

Die vier Reisenden waren an Heiligabend während einer Fahrt durch Mauretanien in ihren Autos erschossen worden, einige Tage später fielen zudem drei mauretanische Soldaten einem mutmaßlichen Terroranschlag zum Opfer. Nachdem daraufhin das französische Außenministerium eine Reisewarnung für das auf der Strecke liegende Land herausgegeben hatte, sahen die Veranstalter die Sicherheit von Teilnehmern und Zuschauern nicht mehr gewährleistet. Bislang hatte man auf die schwierige Situation mit der Entsendung von 3000 Sicherheitskräften reagieren wollen (Quelle: AutoBild).

Die Absage trifft das traditionsreiche Rennen ausgerechnet im dreißigsten Jahr seines Bestehens. Thierry Sabine, ein französischer Motorradrennfahrer hatte das Rennen 1978 ins Leben gerufen. Einige Jahre nach seinem Unfalltod bei der Rallye von 1986 wurde die organisatorische Leitung der französischen Amaury Sport Organisation (ASO) übertragen, die unter anderem auch die Tour de France organisiert. Das Rennen hebt sich von anderen Rallyes durch seinen ausgeprägten Langstreckencharakter ab: Statt kurzer Einzelrennen ist die lange Strecke für die Fahrer lediglich durch Zeitlimits für einzelne Etappen unterteilt; die schlussendliche Wertung ist vor allem dadurch bestimmt, wer am Ende die Nase vorn hatte. Zwischen den Etappen sind keine größeren Ruhepausen vorgesehen. Reparatur- und Wartungsarbeiten müssen daher stets direkt nach der Beendigung der einzelnen Etappen von den Fahrern selbst durchgeführt werden. Dieses System benachteiligt die schlechteren Fahrer deutlich; denn wenn sie später am Etappenziel ankommen, bleibt ihnen weniger Zeit für Wartung und Erholung. Die Tour sollte in diesem Jahr in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon starten.