Spyker und General Motors handelseinig

Saab Schließung abgewendet

Spyker, bekannt für seine Supersportwagen mit Audi Technik, ist seinem Ziel, den schwer angeschlagenen schwedischen Autohersteller Saab zu übernehmen.

Spyker und General Motors handelseinigSpyker-Signet ©flickr / exfordy

Der Sportwagenhersteller Spyker mit Sitz in den Niederlanden wird neuer Eigentümer der Traditionsmarke Saab. Zwischen Spyker und dem US-Mutterkonzern General Motors kam eine bindende Abmachrung zustande. Über die konkreten Konditionen, die Integration von Saab in das  Niederländische Unternehmen regeln, stand bislang nichts fest. Nun hängt der Erfolg der Übernahme an der Europäischen Investitionsbank (EIB), die mit einem Kredit das letzte Hindernis für ein Fortbestehen der Saab Autos eliminieren kann. Zu diesem Zweck ist jedoch die Bürgschaft der schwedischen Regierung notwendig.

Saab-Spyker-Ehe besiegelt

Die schwedischen GM-Tochter Saab wurde zu Anfang der Woche als höchstwahrscheinlich todgeweiht angesehen, da GM-Boss Ed Whitacre mitteilte, dass man trotz einiger Interessenten die beabsichtigte Abwicklung der Marke Saab nicht stoppen wolle. Am Dienstag gab der größte der Big Three in Detroit allerdings den glücklichen Ausgang der Verhandlungen mit Spyker bekannt. Die Schließung von Saab und die drohende Arbeitslosigkeit der 3.400 Mitarbeiter ist somit zunächst einmal abgewiesen, solange die Europäische Investitionsbank und die schwedische Regierung sich nicht querstellen.

General Motors erhält rund 400 Mio. Dollar

Der Saab-Preis wurde bisher nicht genau beziffert; laut mehrerer Medienberichte hat Spyker aber mehr als 50 Millionen Euro (74 Millionen US-Dollar) für den Autokauf im großen Stil zu berappen. Von der EIB wird ein 400 Millionen Euro Kredit erwartet. Wenn alle Transaktionen nach Plan verlaufen, wird General Motors Saab-Vorzugsaktien im Wert von 231 Millionen Euro bzw. 326 Mio. Dollar entgegennehmen.