Verkehrsunfälle durch Bauerneis und lüsternes Wild

Der ADAC weiß, wie man einen Verkehrsunfall im Herbst vermeidet

Auto- und Motorradfahrer können in der Herbstzeit leichter in Verkehrsunfälle geraten, warnt der ADAC. Wildwechsel, mehr Ackerschmutz und schwerfällige, überbreite landwirtschaftliche Gespanne werden oft falsch eingeschätzt.

Verkehrsunfälle durch Bauerneis und lüsternes WildDiesen Verkehrsunfall verursachte Wild ©flickr / peteSwede

Verkehrsunfälle durch Wild stellen für die Autofahrer im Herbst vor allem in der späten Morgen- und frühen Abenddämmerung wieder eine gesteigerte Bedrohung dar: Pro Jahr sorgen Wildunfälle für 2500 verletzte Verkehrsteilnehmer. Gerade in der Dunkelheit oder bei Nebel ist deshalb Vorsicht angesagt. Um einen Verkehrsunfall mit einem solchen Waldtier zu vermeiden, rät der ADAC, mit angepasster Geschwindigkeit vorausschauend und vorsichtig zu fahren, sowie ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu bewahren. Sieht man ein Reh am Straßenrand, sofort abbremsen, da Wildtiere meist nicht allein unterwegs sind.

Verkehrsunfall im Wald: Was tun bei einem Wildunfall?

Ereignet sich dennoch ein Wildunfall, ist der Warnblinker einzuschalten, das Warndreieck zu postieren, nötigenfalls Verletzte zu versorgen und die zu Polizei kontaktieren. Sie verständigt den Revierinhaber, der sich des beim Verkehrsunfall verletzten oder umgekommenen Tieres annimmt und eine Unfallbescheinigung für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung schreibt. Die Mitnahme von getötetem Wild wird als Wilderei bestraft. Auch wenn bei dieser ländlichen Art der Verkehrsunfälle ein Tier nach dem Zusammenstoß flüchtet, ist die Polizei zu informieren, um möglichem Leid des Geschöpfes ein Ende zu setzen.

Erntesaison begünstigt Verkehrsunfälle

Weitere Auslöser für Verkehrsunfälle stellen verlorene Feldfrüchten und nasse Erdklumpen auf der Fahrbahn, das sogenannte Bauernglatteis, dar. Zweiradfahrer sind dabei besonders bedroht, wenn sie herabgefallenes Erntegut umfahren müssen. Auch an Feldern und Einmündungen ist also das Tempo zu drosseln und der Sicherheitsabstand zu erhöhen. auch Die von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen ausgehende Gefahr ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Mähdrescher oder Ladewagen sind oft schlecht beleuchtet und beanspruchen mit ihrer Überbreite über die Hälfte der Fahrbahn. Beim Überholen ist deshalb große Vorsicht vonnöten.