Vorsicht bei Kindersitzen in Kombination mit Airbags geboten

Neue Tests bestätigen bisherige Warnungen

Auch neue Studien haben wieder gezeigt, dass der Gebrauch von Kindersitzen im Auto durchaus seine Berechtigung hat – auch auf dem Beifahrersitz. Allerdings gilt es, besondere Vorsichtsmassnahmen zu treffen, insbesondere wenn es einen Beifahrerairbag gibt.

Vorsicht bei Kindersitzen in Kombination mit Airbags gebotenCrashtest © flickr by psiho.child

So sind sich beispielsweise die Verkehrsexperten des ADAC darüber einig, dass Kinder im Allgemeinen auf der Rückbank besser aufgehoben sind – ob mit oder ohne Kindersitz. Falls sie aber aus dem einen oder anderen Grund in einer Sitzschale doch auf dem Beifahrersitz mitfahren sollen, sollte fast grundsätzlich der Airbag deaktiviert sein, weil ansonsten im Fall von Unfällen – selbst bei vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten um die 30 Stundenkilometern – schwere bis tödliche Verletzungen für die Kleinen drohen, verursacht durch den auf Erwachsene ausgelegten Airbag.

Unterschiede bei verschiedenen Kindersitzmodellen

Das gilt besonders für Sitzschalen, bei denen das Kind mit dem Kopf in Fahrtrichtung sitzt. Bei Sitzschalen, bei denen das Kind in Fahrtrichtung blickt, darf der Airbag aktiviert bleiben, allerdings sollte in diesem Fall darauf geachtet werden, dass der Abstand zum Airbag nicht zu gering ausfällt, da ansonsten durch die durchaus beachtliche Wucht des sich explosionsartig öffnenden Sicherheitssacks beträchtliche Verletzungen für das Kind resultieren können.