Zehn Prozent weniger Verkehrstote

Erstmals unter 4.000 Verkehrstote in Deutschland

Die ADAC-Unfallprognose 2010 kalkuliert weitaus weniger Verkehrstote als in den Vorjahren. Derart wenige Verkehrstote in Deutschland gab es zu BRD-Zeiten nie.

Zehn Prozent weniger VerkehrstoteWeniger Verkehrstote zu beklagen ©flickr / saikimecky

Dass 3.750 Verkehrstote 2010 nach einer aktuellen Prognose des ADAC zu beklagen waren, darf als Erfolg gelten: Im Vergleich zum Vorjahr (4 152 Verkehrstote) stellt dies einen Rückgang von zehn Prozent dar. Mit ein Grund für die verbesserte Bilanz: Durch den strengen Winter zu Jahresanfang nahm zwar die Anzahl der Unfälle zu, diese verliefen aber oft ohne schwere Folgen. Außerdem starteten die Motorradfahrer wetterbedingt später als sonst in die Saison. Beides trug zur Senkung der Zahl der Verkehrstoten in der ersten Hälfte dieses Jahres bei.

Mehr Unfälle bringen nicht mehr Verkehrstote in Deutschland

Warum es weniger Verkehrstote in Deutschland gibt, hängt nach Angaben des ADAC von verschiedenen Faktoren ab. So verfügen beispielsweise immer mehr Kraftfahrzeuge über immer bessere Sicherheitssysteme wie etwa ESP. Insgesamt wird die Summe der Verkehrsunfälle laut ADAC im Jahr 2010 um 1,6 Prozent auf rund 2,35 Millionen anwachsen. Um sechs Prozent auf 293.000 zurückgehen werden allerdings Unfälle, bei denen Personen verletzt oder getötet werden. Abnehmen wird Berichten des Clubs zufolge neben der Anzahl der Verkehrstoten damit auch die der Verunglückten, und zwar um fünf Prozent auf 380.000.

Weniger Verkehrstote durch besseres Rettungsnetz

Weniger Verkehrstote in Deutschland haben aber nicht nur technische, sondern auch medizinische und soziale Ursachen: Auch die unterschiedlichen Verkehrserziehungsprogramme der Polizei, des ADAC und anderer Organisationen finden immer mehr Annahme und stärken das Sicherheitsbewusstsein. Neben straßenbaulichen Optimierungen wird auch das Rettungswesen in Deutschland immer dichter und effizienter. Auch die ADAC-Rettungskarte, die in immer mehr Kraftwagen hinter der Sonnenblende klemmt, trägt zur Verbesserung der Statistik über Verkehrstote und -verletzte bei, weil sich durch sie die Rettungszeiten verkürzen lassen.