Auto fahren im Herbst und Winter

Verkehrssicherheit mit der GTÜ beibehalten

Wenn es jetzt wieder kalt und regnerisch wird, will mancher besonders schnell nach hause kommen. Dabei gilt es jedoch auch den häufigen Nebel, Sturmböen, Frost und widrige Fahrbahn-Oberflächen zu beachten. Wertvolle Tips gibt nun die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Auto fahren im Herbst und WinterAutofahren im Herbst ©flickr / bixentro

Größtes Problem beim Autofahren ist die Sicht. Deshalb rät die GTÜ banal wie generell: „Licht an, wenn es nötig ist!“ Das kann an nebligen und trüben Herbsttagen auch schon tagsüber sein. Jede Kfz-Haftpflichtversicherung erwartet dies und zahlt bei Zuwiderhandlung im Fall eines Unfalls wegen fehlerhafter Beleuchtung die Kosten nur anteilig. Bei Nebel ist das Fernlicht jedoch nicht zu benutzen, da die feinen Wassertröpfchen das Licht verstärkt reflektieren und so die Sicht noch weiter verschlechtern. Die Nutzung von Nebelleuchten wird von der StVO reglementiert: Sie dürfen nur angeschaltet werden, wenn die Sichtweite geringer als 50 Meter ist, als Richtwert empfiehlt sich auf der Autobahn der Abstand zwischen zwei Leitpfosten.

Auto-Pflege nicht vernachlässigen

Bei der Auto-Pflege sind nun verstärkt Reinigungen der Scheinwerfer vorzunehmen. Diese erblinden jetzt schnell durch auf den Straßen allgegenwärtigen Matsch und Schmutz. In der Folge ist nicht nur die Sicht vom Autofahrer behindert, sondern er wird auch auch von anderen Verkehrsteilnehmern vermindert gesehen. Bei Frost ist darauf zu achten, sich in vereiste Scheiben nicht nur ein kleines Guckloch frei zu kratzen. So entstehe ein Sicherheitsrisiko, warnen die GTÜ-Experten, denn das Sichtfeld sei zu gering und vor allem in Kurven käme es zum gefährlichen „toten Winkel“. Bei Eis auf der Frontscheibe sollte der Scheibenwischer zum Schutz der Wischerblätter nicht aktiviert werden. Deren tadellose Arbeit ist ja gerade in der düsteren und nasskalten Jahreszeit anzustreben.

GTÜ rät zur Vorsicht

Verwandeln nasse Blätter, Eis und Schnee die Straßen in einen Schleuderkurs, sollte auch bei langsamerer Fahrweise der Sicherheitsabstand zum Vordermann um das Dreifach vergrößert werden, raten die GTÜ- Sachverständigen. Weder hochwertige Winterreifen oder moderne Elektronik wie ABS noch stellten den raschen Stillstand beim Bremsen sicher. Waldschneisen und Brücken, die dem eisigen Wind freie Bahn bieten, stellen bei Frost eine besondere Gefahr dar . Heftiges Gasgeben, starkes Bremsen oder abrupte Lenkbewegungen haben auf glatten Straßen zu unterbleiben. Wenn das Fahrzeug doch ausbricht, heißt es Kupplung treten und besonnen gegenlenken. Bei Automatikfahrzeugen empfiehlt es sich, den Wählhebel auf „Neutral“ zu schalten. Und wer nicht weiß, wie es um die momentane Griffigkeit seiner Winterreifen bestellt ist, tritt, sobald der Verkehr es erlaubt, kurz auf die Bremse.