Auto im Winter richtig beladen

Insassen sicher durch Ladungssicherung

Ein jüngst absolvierter ADAC-Crashtest zeigte, dass nicht nur die Zuladung zur großen Sommerreise korrekt zu sicher ist. Auch die teilweise sehr gefährlich Wintersport-Artikel können, ungesichert im Wageninneren transportiert, zu einer Lawine lebensbedrohlicher Geschosse mutieren.

Auto im Winter richtig beladenAuto im Winter richtig beladen ©flickr / Ted Percival

Ein VW Golf Variant wurde hierzu mit typischer Ausrüstung für einen Winterausflug beladen und mit Tempo 50 gecrasht. Im Auto befanden sich lose zwei Paar Skier mit Skischuhen, ein Schlitten und etwas Gepäck, die beim Aufprall mit einer bis zu 50-fachen Kraft ihrer eigenen Masse im Auto herumflogen. Bei verdoppelter Geschwindigkeit steigerte sich die Aufprallenergie auf das Vierfache. Dabei zischten die scharfkantigen Skier zwischen die Vordersitze, der nicht gesicherte Schlitten schoss in den Nacken des Fahrers. Ein Rucksack demolierte in seinem Flug eine Scheibe des Autos.  Natürlich nimmt die korrekte Ladungssicherung ein wenig Zeit in Anspruch. Doch die sollte man sich stets nehmen, will man seinen Liebsten die Konfrontation mit Tod, Enthauptung oder einer Lähmung dank unverzurrter Schlitten ersparen.

Ladungssicherung schont Mensch und Konto

Die richtige Ladungssicherung bewahrt vor fatalen Folgen, wie ein zweiter Versuch zeigte. Dazu wurden die Skier mit Spanngurten befestigt und mit einer Holzplatte hinter dem Vordersitz gegen das Durchrutschen gesichert. Im Fußraum der Rückbank fanden die Skischuhe einen guten Platz.  Einer Thermoskanne, die im ersten Versuch noch Geschoss-artig durch den Innenraum flog, nahm die Lagerung in einem Skischuh gestellt die Gefahr für die Insassen. Das Auto im Winter richtig zu beladen schont nicht nur Mensch und Material, sondern auch den Geldbeutel und das Flensburger Punktekonto: Grobe Mängel der Ladungssicherung können mit bis zu drei Punkten und 50 Euro Geldbuße gestraft werden.

Autofahrer sollten bedacht beladen

Die Autofahrer unterschätzen häufig die Wucht umherfliegender Gegenstände und die damit einhergehende Verletzungsgefahr. Der ADAC rät daher, Skier prinzipiell auf dem Dach zu transportieren. Ist dies nicht möglich, müssen sie mit Spanngurten richtig verzurrt sein. Zur Ladungssicherung lässt sich in bestimmten Fällen auch der Fahrzeuggurt nutzen. Die gesamte  Zuladung hat an festen Flächen wie der Rücksitzbank zu stehen und fixiert zu sein. Zudem ist die richtige Gewichtsverteilung zu beachten; wenn möglich, gilt es, Gegenstände über 25 Kilogramm nicht mehr hinter Personen zu lagern. Unüblich schwere Gegenstände liegen im Fußraum der Rücksitze richtig. Körbe mit losem Inhalt oder Getränkekisten sollten abgedeckt werden.