Autofahren als Luxus

Auto-Welt

Innerhalb von nur fünf Jahren haben sich die durchschnittlichen Anschaffungskosten für Neuwagen nach einem Bericht der Finanzzeitung „Handelsblatt“ um mehr als 12 Prozent erhöht.

Autofahren als Luxus

Im Durchschnitt sei der Anschaffungspreis auf knapp 25.000 Euro gestiegen. Als Reaktion darauf würden viele Kunden lieber zum Gebrauchtwagen greifen, sagte Siegfried Trede, Sprecher des Marktbeobachters Deutsche Automobil Treuhand (DAT) in Ostfildern (Baden-Württemberg), der Zeitung. Tatsächlich spiegelt sich dieser Trend bereits in der entsprechenden Statistik des Kraftfahrtbundesamtes wider: Für den September etwa ist bei den Neuzulassungen ein Minus von elf Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Dieser Rückgang ist im Besonderen auf einen hohen Schwund bei privat zugelassenen Wagen zurückzuführen. Vor allem die größeren Modelle werden gemieden, günstigere Kleinwagen hingegen sich besser als 2006.

Die heimische Automobilindustrie kommt dabei trotz ihrer vergleichsweise teuren Modelle noch glimpflich davon; mit einem Marktanteil von über sechzig Prozent können deutsche Hersteller die ersten fünf Plätze bei den Neuzulassungen belegen. Es ist allerdings nicht ausgemacht, dass der Kaufrückgang tatsächlich nur durch die höheren Preise oder durch die rückgängige Kaufkraft begründet ist. In einer Umfrage des Handelsblatts gaben nur 23% der Befragten an, dass sie durch den hohen Spritpreis vom Kauf eines Autos abgehalten würden. Zum Vergleich: Immerhin 11% nannten die Debatte um die Klimaerwärmung als Grund für ihre Zurückhaltung. Dies ist erstaunlich, da doch Neuwagen im Mittel eher umweltfreundlicher als ältere Autos sind. Insbesondere die strenger werdenden Abgasregeln wären ein Argument für einen Neuwagen mit einer entsprechend fortschrittlichen Technologie.