Brennstoffzellen: Die Lösung für Automobile?

Technik

Alternative Energiequellen wie Biodiesel sind in Misskredit geraten. Brennstoffzellen hingegen benötigen keine kostbare Rohstoffe und sind außerdem emissionsfrei. Ist dies die künftige Antriebstechnologie für Autos?

Brennstoffzellen: Die Lösung für Automobile?

Das Prinzip einer Brennstoffzelle besteht darin, die in einem Energieträger chemisch gebundene Energie direkt in elektrische Energie umzuwandeln. Im Falle von Automobilen nutzt man als Energieträger vor allem Wasserstoff. Bei der Spaltung des Stoffes wird als Abfallprodukt lediglich Wasserdampf frei.

Brennstoffzellenmotoren sind in der Konstruktion wesentlich weniger aufwändig als herkömmliche Benzinmotoren. Sie können daher in viel kleineren Ausführungen gebaut werden. In einigen Fahrzeugen werden daher je vier Motoren verwendet, die direkt an die einzelnen Räder angeschlossen sind. Dadurch spart man sich das Getriebe. Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge haben das gleiche Problem wie Elektroautos, die mit herkömmlichen Batterien gespeist werden: Woher soll die Energie kommen? Während Akkus Strom auf Kraftwerken beziehen, die im Allgemeinen nicht emissionsfrei laufen, brauchen Brennstoffzellen einen Energieträger, der ebenfalls nicht einfach so in der freien Natur zu Verfügung steht. Bei der Herstellung Gewinn von Wasserstoff wird tatsächlich soviel Energie verbraucht, dass das Umweltbundesamt diese Technologie bislang nicht für geeignet hält, den Benzinmotor zu ersetzen. Auch muss der Wasserstoff unter hohem Druck gehalten werden und nimmt im Auto bislang vergleichsweise viel Platz weg. Tatsächlich ist die Technologie, mit der Morgan jüngst aufgewartet hat, im Autobau keinesfalls neu: Mercedes kam bereits 1994 mit dem ersten „NECAR“ (null-emission-car) heraus. Bekanntermaßen spielt dieses Projekt jedoch heute in der Produktpalette des Konzerns keine Rolle mehr. Ob sich das je ändern wird, ist ungewiss.