Bridgestone Reifen fürFlugzeuge

Nach Formel 1-Ausstieg Airbus-Zulieferer

Reifenhersteller Bridgestone gab erst kürzlich seinen Ausstieg aus der Formel 1 zum Ende der Saison 2010 bekannt. Um als Technologieführer in der Wahrnehmung zu bleiben, finden sich auch andere Geschäftsfelder als Hochleistungsreifen für Rennwagen im Motorsport.

Bridgestone Reifen fürFlugzeugeReifen auf einer Antonow AN-124 ©flickr / Michael (mx5tx)

Bridgestone Reifen werden noch anderswo als im Straßenverkehr und dem momentan schwindenden Starterfeld der Formel-1-Boliden genutzt, wie das aktuelle Engagement der Japaner beweist. Denn Bridgestone fliegt zielstrebig in die Luft. Bereits zwei Jahre lang stellt das Unternehmen genau wie der ewige Formel-1-Konkurrent Michelin Spezialreifen für den Airbus A 380 her. Jüngst gelang es, einen weiteren Auftrag für Flugzeugbereifung an Land zu ziehen. Dem Airbus der nächsten Generation, dem A 350 XBW – eXtra Wide Body – wird Bridgestone die Pneus liefern.

Formel 1- wie Flugzeugpneus hart strapaziert

Wie Formel 1-Slicks oder auch Regenreifen hat die Bereifung der tonnenschweren Flugzeuge ebenfalls höchsten Belastungen standzuhalten. Dazu zählt nicht nur der Start der mit voller Beladung und Betankung 248 bis 298 t wiegenden Maschinen, die eine Abhebegeschwindigkeit von mehreren Hundert km/h erfordern. Die Landung strapaziert die Flugzeugreifen um einiges mehr. Zwar sind die Flieger dann leichter, doch werden die Pneus beim Berühren der Landebahn in Sekundenbruchteilen auf Landegeschwindigkeit beschleunigt. Die extrem Erhitzung und den Abrieb kann der Betrachter dabei anhand der Rauchentstehung mit dem bloßem Auge erkennen.

Bridestone Reifen mit Stickstoff-Füllung

Bridgestone nutzt für seine Flugzeugreifen die RRR-Technologie, die „Revolutionary Reinforced Radial“ bedeutet. Die wie bei Autos konzipierten Radialreifen weisen hier besonders strapazierfähige Laufflächen, maximale Elastizität und ein kleinstmögliches Reifengewicht auf.  Bei Flugzeugen ist jede noch so kleine Gewichtseinsparung wichtig, um den Kraftstoffverbrauch zu senken und so die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Die Flugzeugreifen, deren Laufflächen nach 60 bis 80 Landungen abgenutzt sind und regelmäßig runderneuert werden, haben aus Sicherheitsgründen eine Stickstoff-Füllung.