ConnectedDrive: BMW bringt das Internet ins Auto

Rasen und Surfen

Bereits in diesem Jahr will BMW das neue Feature samt einer Flatrate für seine Fahrzeuge anbieten.

ConnectedDrive: BMW bringt das Internet ins AutoBMW mausert sich zum Internetanbieter

Moderne Autos in den höheren Preisklassen sind bis unters Dach mit Mikroelektronik vollgestopft: Zentrale Funktionen des Wagens wie die Lenkung, die Leistungssteuerung des Motors sowie die Abstandsbemessung zu Hindernissen und anderen Verkehrsteilnehmern werden in vielen Fällen von automatischen Fahrerassistenzsystemen überwacht. GPS-unterstützte Navigationssysteme helfen zudem, den richtigen Weg zu finden.

BMW ist nun einen Schritt weiter gegangen: Fahrzeuginsassen soll es ermöglicht werden, über eine am Armaturenbrett angebrachte Konsole einen Internetzugang zu nutzen. Mittig auf der Höhe des Tachometers angebracht, soll ein Bildschirm sowohl Fahrer als auch Beifahrer zur Verfügung stehen. Da in dieser Position keine Tastatur angebracht werden kann, befinden sich neben dem Display Bedienelemente, die vergleichbar mit den Icons in Internetbrowsern zum Beispiel den Aufruf der persönlichen Startseite oder eine Zoomfunktion steuern. Zudem kann man mit einem kleinen Steuerknopf als Ersatz für die Maus einen Cursor auf dem Bildschirm lenken. Nach Angaben von BMW soll der Bildschirm, der etwas kleiner als der eines PC ist, eine mit gängigen Laptops vergleichbare Auslösung bieten.

Das neue Angebot ist Teil der Strategie des Unternehmens, den Autofahrer auf möglichst komfortable Weise während der Fahrt mit der Umwelt zu verbinden. Bereits 1999 ist hierzu das System BMW Assist an den Start gegangen. Diese wahlweise mit einem Navigationssystem verbundene Einheit konnte über ein im Wagen befindliches Handy mit Bluetooth-Schnittstelle im Notfall wichtige Informationen per SMS an eine Notrufstelle verschicken. Das neue System kommuniziert hingegen vollkommen autonom. Die Konsole verbindet sich über EDGE, ein dem UMTS-Prinzip vergleichbarer Standard, mit einem Server von BMW. Dieser wiederum holt sich die gewünschten Daten aus dem Internet, rechnet sie auf ein für den kleinen Bordrechner beherrschbares Format um und sendet sie dann ab. Die ersten Einheiten sollen ab diesem Sommer als Sonderaustattung verfügbar sein.