EU startet „Vernetzten Verkehr“

Funkfrequenz für Datenübermittlung von Autos reserviert.

Die Europäische Union fördert ein Projekt, mit dessen Hilfe Autos im Straßenverkehr Informationen über die Verkehrslage untereinander austauschen können sollen.

EU startet „Vernetzten Verkehr“Die EU will die elektronische Vernetzung im Straßenverkehr förde

(EU press release) Das System hat zwei große Ziele: Es soll einerseits die mit jährlich 42000 Vorfällen immer sehr hohe Zahl der Verkehrstoten innerhalb der Europäischen Union begrenzen helfen. Außerdem hat das System die Aufgabe, den Verkehr intelligenter zu leiten und so das Stauaufkommen zu verringern, dass täglich in der EU rund 7500 km beträgt. Technisch geht es darum dass, auf einer nun von der EU dafür reservierten Funkfrequenz Kommunikationssysteme in Autos automatisch untereinander und mit Verkehrsleitzentralen kommunizieren können. So können sich zwei Autos warnen, wenn sie sich auf der gleichen Fahrbahn aufeinander zubewegen.

Der Stauvermeidung dienen Informationen über Sperrungen von Fahrbahnen, etwa durch Brückenschäden oder vor Tunneln. Da solche nicht von der Bordelektronik erkannt werden können (es sei denn, Brücken und Tunneln senden Informationen über ihren Zustand), braucht es hier die tätige Mithilfe des Fahrers. Vor allem aber kann ein solches System vor Staus warnen, sich auch automatisch: Wenn schließlich ein Auto mitten auf der Autobahn zum Stehen kommt, kann die Bordelektronik daraus mit einiger Sicherheit schließen, dass sich das Auto in einem Stau befindet.

Ein wesentliches Problem auf dem Weg zur Verwirklichung dieses Projektes ist, dass die Technologie hierzu noch überhaupt nicht entwickelt worden ist. Die EU schreibt denn auch, sie wohl mit der Frequenzreservierung zu technischen Innovationen ermuntern. Da ein solches System aber davon lebt, dass zumindest die meisten Verkehrsteilnehmer damit ausgerüstet sind, dürfte seine Verwirklichung noch Jahrzehnte dauern.