Feinstaubbelastung durch Autos sinkt

Messungen für 2007 veröffentlicht

Die von der EU empfohlenen Grenzwerte für Feinstaubbelastung wurden in den Jahren vor 2007 zu häufig überschritten. Genauer bestimmt die entsprechende EU-Richtlinie, dass der Grenzwert von maximal 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter Luft an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr am Ort der Messung überschritten werden darf.

Feinstaubbelastung durch Autos sinkt(Quelle: WDR)

Mehr als einhundert der 450 in innerstädtischen Gebieten aufgestellten Messstationen zeigten aber häufiger eine Verletzung des Grenzwertes an. Als Reaktion darauf trat am 1. März 2007 die so genannte Feinstaubverordnung in Kraft, die das Verbannen von Autos mit besonders schädlichem Abgasverhalten aus innerstädtischen Bereichen ermöglicht. Großstädte wie Köln, Hannover und Berlin haben die Verordnung inzwischen umgesetzt und zum 1. Januar dieses Jahres Umweltzonen in ihren Innenstädten errichtet. Hier dürfen nur Autos fahren, die mindestens die Euro-Abgasnorm 2 erfüllen. Alle Fahrzeuge, die sich in den Umweltzonen aufhalten, müssen Plaketen tragen, die die jeweilige Schadstoffklasse anzeigen.

Da vor allem die Messerergebnisse im Jahr 2006 den Ausschlag für die rasche Einrichtung für Umweltzonen gaben, sind die Messungen des vergangenen Jahres nun ein großes Problem für die Regelung: Denn die Belastung an viel befahrenen Straßen hat nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung drastisch abgenommen. In Berlin gab es in 2007 demnach gar keine Überschreitungen der Grenzwerte, obwohl ja 35 Überschreitungen erlaubt gewesen wären. In anderen deutschen Städten wurden im vergangenen Jahr ähnliche Ergebnisse gemessen. Als ein möglicher Grund wird die Wetterlage angegeben. Jedoch sinkt der Anteil von Automobilen als Verursachern von Feinstaub auf Grund neuer Abgastechnologien seit Jahren erheblich. Mittlerweile verursachen Zigaretten, Feuerwerkskörper und Grille zusammen genommen fast soviel Feinstaub wie Autos. Aus verkehrspolitischen Gründen beharren die Städte allerdings auf der Einrichtung der Umweltzonen.