GAZ baut ab 2013 Sprinter in Lizenz nach

Mercedes Sprinter T1N erhält in Russland gefertigte Komponenten

Die Daimler AG und die GAZ-Gruppe haben die Umsetzung des Projekts zur Herstellung der Mercedes Transporter vom Typ Sprinter im Gorki Automobilwerk in Nizhny Novgorod/Russland gestartet.

GAZ baut ab 2013 Sprinter in Lizenz nachMercedes Sprinter TN1 ©2012 Daimler AG

Ziel ist, den erprobten Sprinter T1N sowie den Motor und andere Komponenten lokal zu produzieren. Daimler wird anlässlich der Partnerschaft mit GAZ über 100 Millionen Euro in die Produktanpassung, die Herstellung und das Vertriebsnetz stecken. Die GAZ-Gruppe wird mehr als 90 Millionen Euro in das Projekt investieren. Die Produktion des Mercedes Sprinter bei GAZ in Nizhny Novgorod soll im ersten Halbjahr 2013 anlaufen. Als Teil ihrer Zusammenarbeit beabsichtigen die beiden Unternehmen außerdem die lokale Fertigung von Mercedes-Benz Motoren am GAZ-Werk in Jaroslawl. Das neue Werk der GAZ-Gruppe kommt modernste internationale Standards nach und wurde Ende 2011 für die Montage von Euro-4-konformen YaMZ-530 Motoren errichtet.

Sprinter trifft auf großen Markt

Hinsichtlich der geplante Montage vom Mercedes Transporter Sprinter T1N bei GAZ teilte Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, kürzlich auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg mit: „Die Partnerschaft mit GAZ bringt uns im attraktiven Transportermarkt Russland einen entscheidenden Schritt voran. Russland ist für Mercedes-Benz Vans ein wichtiger Zukunftsmarkt, der uns große Wachstumschancen bietet. Aus diesem Grund wollen wir vor Ort produzieren und mit unseren Transportern die lokalen Kundenwünsche bedienen.“ Laut Experten wird Russland bis zum Jahr 2020 mit rund 300.000 Exemplaren jährlich einen der weltweit größten Märkte für mittelgroße und große Transporter darstellen. Schon heute beträgt das dortige Marktvolumen rund 150.000 Stück, der Anteil vom Mercedes Sprinter soll wesentlich gesteigert werden.

Neue Lackiererei für die Mercedes Sprinter-Produktion

Bo Andersson, Chef der GAZ-Gruppe, teilte zum Sprinter-Projekt mit: „Durch die Zusammenarbeit mit Daimler können wir die Prozesse in unserem Gorki Automobilwerk modernisieren und die Produktionskapazitäten erweitern. Und das Projekt ist bereits angelaufen: Im Mai 2012 haben wir einen Vertrag mit Eisenmann abgeschlossen. Eisenmann hat seinen Hauptsitz in Deutschland und ist der international führende Zulieferer von Systemen für die Automobilindustrie. Das Unternehmen wird uns eine neue Lackiererei im Wert von über 50 Millionen Euro liefern. Die neue Technologie gewährleistet, dass die Lackierprozesse bei GAZ die Daimler-Standards voll und ganz erfüllen. Wir werden diese neue Technologie auch für das Produktportfolio des Gorki Automobilwerks nutzen.”