„Goldener Vogel“ besucht die Ford-Werke

Geflügelter Ford Fiesta muss zur Überholung

Die Ford-Werke in Köln-Niehl beherbergen vorrübergehend das bekannte Flügelauto des Kölner Künstlers HA Schult. Kreiert wurde der verfremdete Ford Fiesta Schult im April 1989 anlässlich der zweiwöchigen aufsehenerregenden Kunstaktion „Fetisch Auto“.

„Goldener Vogel“ besucht die Ford-WerkeDer geflügelte Ford Fiesta ©Ford Media

Auszubildende der Ford Werke GmbH übernehmen in den nächsten Wochen unter professio-neller Anleitung die Reinigung und Restauration vom „Goldenen Vogel“, zudem werden et-waige Schäden behoben. Das Flügelauto krönt seit April 1991 den Turm des Kölnischen Stadtmuseums und erfreut sich überregioaler Bekanntheit. So ist der Ford Fiesta zum Beispiel ein populäres Fotomotiv vieler Touristen. Während der Vogelpflege lässt die Stadt Köln Feh-ler an der Betonstandplatte sowie am historischemTreppenturm des Kölnischen Stadtmuse-ums reparieren ─ der bisherigen Heimat des Flügelautos. Die Schäden hatte im letzten Jahr die Firma Pirlet & Partner Baukonstruktion diagnostiziert.

Ford Werke und Colonia Spezialfahrzeuge nehmen sich des Sorgenkindes an

Der güldene Ford Fiesta wurde an diesem Montag in einer aufwändig en Aktion zunächst von der Betonstandplatte des Treppenturms demontiert und per Kran auf einen Tieflader des Un-ternehmens Colonia-Spezialfahrzeuge gehoben. Der Lastzug steuert unter Polizeibegleitung die Ford-Werke an. Kranarbeiten und die Überführung wurden von Colonia Spezialfahrzeuge gesponsert. Wenn die Arbeiten an dem Ford Modell und seinem bisherigen Standplatz in ei-nigen Wochen beendet sind, wird der „Goldene Vogel“ wieder an seinen gewohnten Platz zurückkehren.

Das Ford Fiesta-Unikat ist komplett entkernt

Der Gast der Ford Werke hat stattliche Ausmaße: Die Flügel bestehen aus glasfaserverstärk-tem Polyesterharz (GFK) mit zehn Zentimetern Wandstärke, ausgeschäumt mit Polyurethan. Sie machen das Flügelauto 6,20 Meter lang, 10 Meter breit und 3,50 Meter hoch. Sein Ge-samtgewicht beträgt drei Tonnen; jeder Flügel wiegt 800 Kilogramm, die Ford Fiesta-Karosserie kommt auf 200 Kilogramm, während im Motorraum 1,2 Tonnen schwere Eisen-bahnschienen ruhen. Die Karosse wurde einst entkernt und in mehreren Schichten mit Epo-xidharz überzogen. Die Außenflächen sind durch Zinkchromat sowie Acryllack geschützt und tragen eine besondere Fixierschicht, die den „Goldenen Vogel“ frei von Schmutz hält.